Armin Laschet erhält Orden wider den tierischen Ernst

Kommentar zum neuen Ordensritter : Lustig und umweltfreundlich

Jaja, man hört sie schon schrei(b)en, die ewigen Kritikaster: „Der AKV ehrt Armin Laschet – was für eine Vetternwirtschaft!“ Halten wir fest: Armin Laschet und AKV-Präsident Werner Pfeil sind gar nicht miteinander verwandt. Also kann das keine Vetternwirtschaft sein!

In Zeiten, in denen allerorten – und auch in Aachen ganz aktuell – der Klimanotstand ausgerufen worden ist, kann man es als ökologisch vorbildlich bezeichnen, eine lokale Größe in die Bütt zu zerren. Da braucht man als Elferrat nicht kerosinträchtig nach Berlin zu fliegen, sondern kann zu Fuß zur Ritterpräsentation gehen. Am Tag der Verleihung selbst könnte Laschet mit dem Pedelec ins Eurogress fahren. Und seine Freunde mieten einen elektrobetriebenen Carsharing-Golf. Zurück ginge es dann – Achtung: Promillegrenze – zu Fuß! Wohl noch nie in der langen Geschichte des AKV hat es eine C0²-neutralere Ordenssitzung gegeben, so ist der Plan!

Außerdem: Im Gegensatz zu manch anderen Preisträgern soll Armin Laschet richtig lustig sein. Drei Mal durfte er es schon versuchen auf der AKV-Bühne. Polit-Kabarett vom Feinsten. Scharfzüngig vom Manuskriptpapier abgelesen. Das entspricht den AKV-Kriterien von „Humor und Menschlichkeit im Amt“ – also beim Publikum, das, so es gerade im Saal war, brav geklatscht hat.

Nein, Vetter – sorry – Ritter Armin ist eine gute Wahl oder: AKV goes local. 2021 könnte man dann einen Eurogress-Saaldiener auszeichnen, der ist ohnehin da und räumt anschließend auch die Stühle weg.

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