Egidius-Braun-Preis geht an Ruth Butzen

Menschen 2018 : Egidius Braun freut sich über „seine” Preisträgerin

Es gibt da diesen Satz von Egidius Braun, den sollte sich der eine oder andere Fußball-Profi von heute durchaus häufiger vor Augen führen. „Fußball ist nicht nur Geldvermehrung. Popularität verpflichtet auch zur sozialen Verantwortung“, hat der langjährige Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB) einmal gesagt.

Es ist nur ein Satz, doch er bringt genau das auf den Punkt, was den Aachener in seiner Zeit als Fußball-Funktionär und in anderen Tätigkeiten immer ausgezeichnet hat: nie die Bodenhaftung verlieren, nie den Kontakt zur Basis. Niemals!

Wie geht es Egidius Braun eigentlich? Es geht ihm, so viel kann man sagen, dem Alter entsprechend gut. Braun, inzwischen 93 Jahre alt, kann sich auf jeden Fall noch seines Lebens erfreuen. Fußballspiele schaut er sich noch regelmäßig an – wenn auch nur im Fernsehen. Und so oft es geht, also eigentlich jeden Abend, hört er klassische Musik. So intensiv, dass es seiner Ehefrau Marianne (90), „beinah schon ein bisschen zu viel wird“.

Glücklich, fröhlich und auch gerührt war Egidius Braun kürzlich, als ihm Bernd Mathieu, langjähriger Chefredakteur unserer Zeitung, in seinem Haus in Aachen einen Besuch abstattete. Die beiden, die eine freundschaftliche Beziehung verbindet, hatten sich bei Kaffee und Kuchen viel zu erzählen. Natürlich in erster Linie über Fußball. „An Egidius Braun habe ich immer seine Geradlinigkeit geschätzt“, sagte Mathieu, der in seiner aktiven Journalistenzeit häufig mit der Nationalmannschaft unterwegs gewesen war.

An einer Stelle strahlten die Augen von Braun besonders: Beim Thema Mexikohilfe, die er 1986 während der Fußball-WM in Mexiko gemeinsam mit der Nationalmannschaft ins Leben gerufen hatte. „Das war und ist ihm immer eine ganz besondere Herzensangelegenheit gewesen“, sagte sein Sohn Ferdy Braun, Mitglied des Kuratoriums der Mexikohilfe, und beim „Kaffekränzchen“ im Hause Braun mit am Tisch.

Begeistert zeigte sich Egidius Braun von der Wahl der Egidius-Braun-Preisträgerin, der Schiedsrichterin Ruth Butzen (60), die am Dienstagabend bei der Gala „Menschen 2018“ von Aachener Zeitung und  Aachener Nachrichten in der Mercedes-Benz-Niederlassung in Aachen mit dem Preis für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet wird. Eine Wahl, die Egidius Braun mit den Worten „gut, sehr gut“ kommentierte. Chefredakteur Thomas Thelen hob im Gespräch mit Egidius Braun die Bedeutung des Egidius-Braun-Preises für das Medienhaus hervor. „Mit diesem Preis können wir die Menschen in den Vordergrund holen, die normalerweise still im Hintergrund wirken. Das kann man gar nicht hoch genug schätzen“, sagte Thelen.

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(red)
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