Aachen: Kinderuni: Mobilität für alle!

Aachen: Kinderuni: Mobilität für alle!

Ob zu Fuß oder zu Pferd, ob mit Fahrrad, Eisenbahn oder per Schiff, ob im Auto, Bus oder Flugzeug — seit Jahrtausenden wollen Menschen möglichst bequem von einem Ort zum anderen gelangen. Und so denken sich die Menschen immer etwas Neues aus, um mobil zu sein.

„Wie seid ihr denn heute in die Kinderuni gekommen?“, hat Professor Carmen Leicht-Scholten am Freitag rund 500 Teilnehmer im größten Hörsaal der Aachener Uni gefragt. „Ich bin mit dem Auto gekommen“, sagt ein Junge. Ein Mädchen sagt: „Auch mit dem Auto, aber dann ein bisschen zu Fuß.“ Auch Bus, Bahn und Fahrrad haben einige der Kinder genutzt.

Und schon ist Leicht-Scholten mitten in ihrer Vorlesung „Ich, du, wir — Mobilität für alle?“ angekommen. Als Professorin für Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften arbeitet sie in einem Team aus Ingenieuren und Geisteswissenschaftlern.

So ganz einfach können die Wissenschaftler nicht allen Menschen gerecht werden und Mobilität für alle garantieren. Etwa, wenn Menschen im Rollstuhl sitzen. Wenn sie am Blindenstock gehen .Wenn sie einen Rollator schieben. Oder wenn sie mit Kinderwagen unterwegs sind. „Nicht alle haben die gleichen Chancen, um mobil zu sein“, sagt Leicht-Scholten.

Im Bus zum Beispiel brauchen Menschen mit Rollator und Kinderwagen mehr Platz. Und sie benötigen Hilfe beim Einstiegen. „Eine Lösung sind zum Beispiel Niederflurbusse“, sagt sie. Will heißen: einen Bus, in den man über eine Rampe einsteigen kann. Damit alle Menschen bequem einsteigen und Bus fahren können.

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