Aachen/Rom: Vor zwölf Jahren: Aachen ehrt Johannes Paul II.

Aachen/Rom : Vor zwölf Jahren: Aachen ehrt Johannes Paul II.

Es war eine denkwürdige Veranstaltung vor zwölf Jahren, als der von Krankheit und Alter bereits schwer gezeichnete Papst Johannes Paul II. den ersten und bislang einzigen Außerordentlichen Karlspreis erhielt.

In der Sala Clementina, einem vornehmen und prachtvollen Audienzsaal des 17. Jahrhunderts, nahm er am 24. März 2004 die Auszeichnung entgegen. Er sprach mit gebrochener Stimme, trug aber trotzdem eindringlich seine Idee von einem Europa der Kultur und der Religion vor. In unserer Zeitung war damals zu lesen:

„Immer wieder sinkt sein Oberkörper in sich zusammen, immer wieder zieht er sich selbst hoch. Nicht jeder Satz, den er spricht, ist zu verstehen. Er hat Mühe, deutlich zu artikulieren. Aber er steht diesen wie andere Auftritte durch. Er akzeptiert seine Gebrechen und erwartet, dass seine Mitwelt sie akzeptiert. Der leidende Papst . . . Und er bäumt sich mit seinen letzten Kräften auf für seine Vision von einem Europa des Geistes, der Werte und gegen den ‚sinnentleerten Konsumismus‘, der auf dem Kontinent vorherrscht.

Linden und der Sprecher des Karlspreisdirektoriums, Walter Eversheim, knien nieder und überreichen Johannes Paul Urkunde und Plakette.“