Rom: Martin Schulz: „Franziskus macht Europa Hoffnung”

Rom : Martin Schulz: „Franziskus macht Europa Hoffnung”

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat Papst Franziskus bei der Karlspreisverleihung in Rom als Kirchenführer gewürdigt, der der Menschheit wichtige Werte vermittle. „Frieden, Solidarität und gegenseitiger Respekt - das was wirklich wichtig ist, zu vertiefen, nicht was uns trennt, sondern was uns einigt”, dafür stehe Franziskus, sagte Schulz am Freitag bei einem Festakt in der Sala Regia im Vatikan.

Er hielt seine Rede anfangs auf spanisch, dann auf deutsch. Europa erlebe stürmische Zeiten, stehe vielleicht sogar vor einer Zerreißprobe, so der Vorjahres-Preisträger. Die Flüchtlingsfrage sei eine „epochale Herausforderung”, denn seit dem Zweiten Weltkrieg seien zu keiner Zeit mehr Menschen weltweit auf der Flucht gewesen als heute.

Europa erlebe aber auch eine Solidaritätskrise, in der die gemeinsame Wertebasis des Kontinents ins Wanken gerate, warnte Schulz. Es sei deshalb Zeit, für Europa zu kämpfen. „Papst Franziskus macht uns Hoffnung, dass dies gelingen kann”, sagte Schulz. Die Helfer in der Flüchtlingskrise zeigten Europas gutes Gesicht, Europas menschliches Gesicht.

(dpa)