Wassenberg: Selbst eine echte Königin besucht „Graf Gerhard”

Wassenberg: Selbst eine echte Königin besucht „Graf Gerhard”

Da staunte Bürgermeister Manfred Winkens nicht schlecht: Über 160 Teilnehmer zählte das Pfingstlager, zu dem sich neun Stämme aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Pfadfinderschaft Wassenberg - Stamm Graf Gerhard - vier Tage lang in einem Lager auf dem Gelände der evangelischen Kirche und der Betty-Reis-Gesamtschule zusammengefunden hatten.

„Ich freue mich sehr, dass eine solche Veranstaltung hier stattfindet”, erklärte Winkens bei seinem Grußwort während des kurzen Empfangs. Dazu konnte Vorsitzender Hubert Zweipfennig auch den evangelischen Pfarrer Dr. Titus Reinmuth als Kurat des Stammes begrüßen.

„Es ist der heilige Geist, der die Menschen begeistert”, der sie aufrufe zusammenzuhalten, stellte er den Zusammenhang zum Pfingstfest her. Zweipfennig nahm dann anlässlich des runden Stammesgeburtstags gleich mehrere Geschenke in Empfang. Der Stamm Titus Brandsma aus Wegberg hatte ihm eine in Handarbeit gefertigte Lilie mitgebracht, der Stamm Moselfranken aus Bernkastel-Kues überreichte ihm ein Stück eines alten Holzfasses, bemalt und mit einer Widmung versehen.

Der Deutsche Pfadfinder-Bund 1911 aus Düsseldorf schließlich beschenkte die Wassenberger Pfadfinder mit zwei Johannisbeersträuchern. „Wir hoffen, dass eure Arbeit Früchte trägt”, lauteten die passenden Worte des Vorstands dazu.

Während eines kurzen Rundgangs überraschten die Wassenberger Pfadfinder den Bürgermeister mit weiteren Neuigkeiten: So war der kleine Benedikt (8) aus Wassenberg der Erste, der sich an der in Eigenleistung mit Unterstützung der Bauunternehmung Beckers aus Birgelen errichteten Beton-Kletterwand der Pfadfinder versuchte. Und schließlich durfte Winkens eine echte Weinkönigin in den Arm nehmen.

Mit „Mosella Catherina II.” Ross (18) war mit dem Stamm aus Bernkastel-Kues auch die amtierende Weinkönigin des Ortes im Wassenberger Lager dabei. Auf dem Programm der viertägigen Veranstaltung standen nach der Anreise eine Eröffnungsfeier und ein Stadtspiel. Die Bevölkerung war eingeladen, sich die neue Kletterwand anzuschauen oder eine indianische Schwitzhütte zu besuchen. Ein Diavortrag informierte über 100 Jahre Pfadfinder in Deutschland.

Bastelarbeiten, Demonstrationen des Deutschen Roten Kreuzes und der Funkamateure aus Hückelhoven rundeten das Programm ab. Zu Gast waren darüber hinaus 26 Jugendliche und ihre Betreuer von der Lebenshilfe. Am letzten Tag hatten die Teilnehmer Aufgaben in Wassenbergs Natur zu lösen. Nach einem ökumenischen Gottesdienst und einem Mittagessen mit der evangelischen Kirchengemeinde endete das Lager.

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