Erkelenz-Immerath (neu): Seckschürger: Ohne Prinz, aber mit Mister Feinripp

Erkelenz-Immerath (neu): Seckschürger: Ohne Prinz, aber mit Mister Feinripp

Ihre erste „echt karnevalistische” Jubiläumssession haben die Seckschürger am Wochenende im neuen Kaisersaal gefeiert. Vor elf Jahren wurde die Gesellschaft gegründet und hat mit einem kompletten Umzug schon mehr auf dem Buckel als manche Traditionsgesellschaft im Umland.

Auch wenn sich in dieser Session kein Prinzenpaar aus den Reihen der Immerather gefunden hat, zeigten die Seckschürger auf ihrer Galasitzung, dass sie zu feiern verstehen.

Nachdem der Elferrat und Sitzungspräsident Hans Peter Hoffmann unter großem „Hallo” durch die Reihen der Jecken in den neuen Saal und auf die neue Bühne eingezogen waren, standen zuerst einmal Ehrungen auf dem Programm. Dementsprechend gehörte die Bühne zunächst Günter Sonnenschein, dem stellvertretenden Vorsitzenden der VKEL und als solcher für Jubiläen und Orden zuständig.

Die an sich noch recht junge Gesellschaft habe sich zu einem festen Bestandteil der Brauchtumspflege in der Region entwickelt, erklärte er. An die Gründung konnte er sich noch gut erinnern.

Zu den Gründungsmitgliedern vor elf Jahren zählt auch Sitzungspräsident Hoffmann, der als gebürtiger Düsseldorfer „auf Umwegen” zum Immerather Karneval gekommen ist. Als weiteres Gründungsmitglied wurde der Kassierer der Seckschürger, Michael Jansen, mit dem Flachslandorden ausgezeichnet.

Anschließend begann die Gala mit einem Gardetanz des TSC Blau-Weiß. Als „Der Pfundskerl” wusste Kai Kramosta zu überzeugen, bevor die Mönchengladbacher Band Echt Lekker mit stimmungsvoller Musik für Schwung sorgte. Die „Sternchen” des TSC entführten mit ihrem Showtanz an die Nordsee, nachdem Guido Hoß als „Mister Feinripp” mit Comedy und derbem Humor den Nerv des Publikums getroffen hatte. Die Prinzengarde der EKG fand den Weg zum Kaisersaal ebenso wie der Venroder Wenk nebst Prinzenpaar.

Premiere: Männerballett

Eine Premiere feierte das Männerballett „Seckfrösche”, in dem vom Großvater bis zum Enkel alle Generationen vertreten sind. Trainiert werden die tanzenden Herren von Heike Heyll und Kerstin Lemmen. Ohne Zugabe ließ das Publikum die Herren nicht von der Bühne.

Peter Faßbender wusste als „Der Bundeswehrsoldat” manchen Gag zu platzieren, und der TSC ließ beim Showtanz den Rhythmus Afrikas sprechen.

Nach „Op kölsch” und einer weiteren Ladung Stimmungsmusik versammelten sich die Aktiven noch einmal zum großen Finale auf der Bühne. Der Einstand im neuen Kaisersaal war ihnen auf jeden Fall gelungen.

Am kommenden Samstag, 11. Februar, geht es im neuen Kaisersaal ab 19.30 Uhr mit dem mittlerweile zwölften BSE-Ball und Prinzenbiwak weiter.

Eine Woche später, am 18. Februar, findet auch wieder die der traditionelle Kostümball mit Prämierung des besten Kostüms am neuen Ort statt.

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