Städteregion: Schutz und Sicherheit für traumatisierte Kinder

Städteregion: Schutz und Sicherheit für traumatisierte Kinder

Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegserfahrungen, oder die Trennung von einer Bezugsperson: Auch Kinder können traumatisierende Erfahrungen machen.

Damit sie solche Erlebnisse verarbeiten können, hat die Akademie für Resilienz und Traumaberatung das Projekt „Kindergruppen zur Traumabewältigung“ ins Leben gerufen. In einem speziellen Gruppentraining werden Kinder von geschulten Traumahelfern eins zu eins begleitet. Bisher wurden in der Städteregion 16 Traumahelferinnen und -helfer ausgebildet. Der nächste Kurs findet im September in Aachen statt.

In der Kindergruppe zur Traumabewältigung bearbeiten Jungen und Mädchen ihr persönliches Trauma. An zehn Nachmittagen konstruieren sie in einer kleinen Sandkiste ihre Gedankenwelt, ohne erklärende Worte. Diese unbewusste Auseinandersetzung nimmt den traumatischen Ereignissen ihren Schrecken. Jedes Kind hat einen Traumahelfer, der ihm Sicherheit und Schutz bietet — durch Nähe und Aufmerksamkeit. Der Ablauf der Treffen ist immer gleich. Auch das gibt den Kindern Halt und Orientierung.

Jeder kann Traumahelfer werden. Traumahelfer sind Laien, die fachlich ausgebildet werden. Danach werden sie von einem ebenfalls speziell ausgebildeten Leitungsteam begleitet. Die nächste Ausbildung findet am 5. und 6. September in der Katholischen Hochschule in Aachen statt. Weitere Informationen gibt es unter www.artev.info.

Das Gesundheitsamt der Städteregion unterstützt das Projekt und nimmt bis zum 1. September Anmeldungen entgegen (Dr. Kirsten Kubini, 0241/5198-5551, E-Mail: Kirsten.Kubini@staedteregion-aachen.de). Die Katholische Hochschule begleitet es wissenschaftlich.

Mehr von Aachener Nachrichten