Hückelhoven: Schuljahr beginnt ohne „feste” Leitung

Hückelhoven: Schuljahr beginnt ohne „feste” Leitung

Auch mit Beginn des neuen Schuljahres werden die Stellen der Schulleiter am Gymnasium Hückelhoven und an der neuen Gesamtschule in Ratheim „nur” kommissarisch besetzt bleiben.

Am Gymnasium hat Gundi Edel-Sanders die Position der Schulleiterin nach dem Weggang von Walter Woltery vor fast einem Jahr kommissarisch übernommen; sie war seine Stellvertreterin. Und sie hat sich bei der Bezirksregierung um die Stelle der Leiterin des Gymnasium beworben. So weit, so gut.

Es gibt allerdings, so war zu erfahren, noch zwei weitere, männlich Bewerber um den Leitungsposten des Gymnasium der Stadt Hückelhoven. Bei der Bezirksregierung in Köln aber hatte man sich offensichtlich entschieden, der Schulkonferenz (§ 61 des Schulgesetzes NRW: „Die Schulkonferenz wählt in geheimer Wahl aus den von der oberen Schulaufsichtsbehörde benannten Personen die Schulleiterin oder den Schulleiter”.)

Gundi Sanders-Edel als neue Leiterin vorzuschlagen. Dagegen hat einer der beiden Bewerber ein Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht erwirkt. Man habe, so ist aus gut informierten Kreisen zu hören, bei der Bezirksregierung in Köln der Frauenquote bei dieser Personalentscheidung Priorität eingeräumt. „Unser Kenntnisstand ist, dass es bereits eine Anhörung vor dem Verwaltungsgericht gegeben hat”, sagt Helmut Holländer, der unter anderem Schuldezernent der Stadt Hückelhoven ist.

Von Seiten der Verwaltung werde man, so Holländer, „den Ausgang in der Sache abwarten”. Als Stadt sei man bei der Entscheidung über die Stellenbesetzung „ohnehin nicht eingebunden”. Holländer rechnet mit der Personalentscheidung für die Leitung des Gymnasiums „frühestens Anfang Oktober”.

An der Gesamtschule, die mit Beginn des neuen Schuljahres ihren Betrieb aufnimmt, liegt die kommissarische Leitung bei Georg Schiefelbein, bis dahin Leiter der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule in Ratheim, und Frank Bourguignon, der bisher an der Gesamtschule in Alsdorf tätig war. Ob einer von beiden von der Bezirksregierung der Schulkonferenz als künftiger Leiter der Gesamtschule vorgeschlagen wird, will Schuldezernent Helmut Holländer nicht prognostizieren: „Ich gehe mal von gar nix aus.”

Schließlich könne jeder, der für den Posten die nötige Qualifikation mitbringt, „sich im Internet darauf bewerben”.