Kreis Düren: Schulentwicklungsplanung läuft auf Hochtouren

Kreis Düren: Schulentwicklungsplanung läuft auf Hochtouren

Vor wenigen Monaten hat der Schulausschuss des Kreises Düren einstimmig beschlossen, eine einheitliche Schulentwicklungsplanung für den gesamten Kreis auf den Weg zu bringen.

Die Vorbereitungen zur Auftragsvergabe an ein entsprechendes Fachbüro laufen nach Angaben der SPD auf Hochtouren und die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben zwischenzeitlich ihre Zustimmung zu dieser gemeinsamen Planung erklärt. „Eine solche konzertierte Aktion ist ein echter Meilenstein in der Bildungspolitik im Kreis. Bisher haben die Städte und Gemeinden hauptsächlich auf ihren eigenen Bereich geschaut. Jetzt wird über den Tellerrand geblickt”, freut sich der Vorsitzende des Kreisschulausschusses, Jens Bröker. Dabei ist für den Sozialdemokraten klar, dass diese Planung und eine Erhebung des Elternwillens zusammengehören.

Schnellschüsse, die jetzt noch versuchten ohne eine Erhebung der Elternwünsche Fakten zu schaffen, bevor es einen Gesamtüberblick gebe, hält der Sozialdemokrat hingegen für „kontraproduktiv”. „Das wäre kurzsichtig und bringt uns ebenso wenig weiter wie eine Elternbefragung losgelöst von der Planung.”

Um die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern zu erfassen und daraus Handlungsoptionen für die Schulentwicklungsplanung abzuleiten, müsste nach Ansicht der SPD kreisweit eine Elternbefragung bei den Erziehungsberechtigten durchgeführt werden, für deren Kinder in der näheren Zukunft ein Wechsel von der Grundschule in eine weiterführende Schule ansteht.

Die hohe Zahl der Ablehnungen von Schülern an Gesamtschulen im Kreis zeige beispielsweise deutlich, dass mehr Eltern Gesamtschulplätze wünschen, als angeboten würden. „Es ist wahrscheinlich, dass die Eltern in bildungspolitischer Hinsicht dem tatsächlichen Zustand der Schullandschaft voraus sind,” vermutet Bröker.

Es sei im Zuge der Datenerhebung durch den Gutachter daher unverzichtbar über Befragungen zu ermitteln, welchen Bedarf Eltern für die schulische Zukunft ihrer Kinder sähen. Dazu gehöre die gewünschte Schulform aus dem derzeitig möglichen Angebot genauso wie die Fragen nach längerem gemeinsamen Lernen, der gemeinsamen Unterrichtung von behinderten und nichtbehinderten Kindern, sowie Ganztagsunterricht und Nachmittagsbetreuung, falls Ganztag nicht möglich oder erwünscht ist.