Wassenberg: Schuhbeck-Auszeichnung: Jeder soll die Goldene Ente sehen können

Wassenberg: Schuhbeck-Auszeichnung: Jeder soll die Goldene Ente sehen können

Zur Eröffnung des 22. Schlemmer-Marktes Rhein-Maas stand am Donnerstagabend in Wassenberg ein Mann im Mittelpunkt des Geschehens: Alfons Schuhbeck. Der Münchener Sternekoch war — wie aktuell berichtet — von der Aktionsgemeinschaft und unserer Zeitung mit der Goldenen Schlemmer-Ente geehrt worden.

So drehte sich an diesem Abend rund um den Roßtorplatz (fast) alles um den ausgezeichneten Schuhbeck und die Goldene Ente, aber natürlich nicht ganz: Die vielen Gäste, die aus dem Kreis Heinsberg und aus vielen anderen Regionen der näheren und weiteren Umgebung gekommen waren, genossen in der „Zeltstadt“ die vielfältigen kulinarischen Kreationen, die von den Schlemmer-Markt-Köchen für sie zubereitet wurden.

Die Austernbar darf auch bei der 22. Auflage des Schlemmer-Marktes Rhein-Maas in Wassenberg nicht fehlen: Das niederländische Restaurant Herberg Stadt Stevenswaert wartete mit diesem Angebot natürlich auch schon am Eröffnungsabend auf. Foto: defi

„Schlecht is net“

Am Marktstand der Gewürz- und Senfmühle Terhorst musste Alfons Schuhbeck als ausgezeichneter „König der Gewürze“ natürlich Station machen und erst einmal verschiedene Produkte probieren. Foto: defi

In bayerischem Dialekt kommentierte Alfons Schuhbeck den Ehrenpreis zunächst noch scherzhaft mit den Worten: „Schlecht is net.“ Aber er hatte das Werk aus der Wegberger Goldschmiede Simons schnell in sein Herz geschlossen. Auf die Frage von Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers, welchen Platz die Ente denn in München wohl bekommen werde, verriet Schuhbeck, dass er da an einen Gang in seinem Restaurant denke, der zur Toilette führe. Damit viele die Ente sehen können? „Damit jeder sie sieht!“

Voller Humor, aber auch mit wissenswerten Ratschlägen stand Alfons Schuhbeck — mit typisch bayerischem Dialekt — im Interview mit Regionalredakteur Dieter Schuhmachers Rede und Antwort. Foto: defi

Alfons Schuhbeck legte ein Bekenntnis zum „Klassiker“ Ente ab: Nach 35 Jahren habe er es einmal gewagt, die Ente auf der Speisekarte streichen zu wollen. Der Proteststurm der Gäste führte bei ihm zu einem raschen Umdenken: Die Ente blieb auf der Karte. Und Schuhbeck sagte in Wassenberg auch, wie sie sein müsse: außen kross und innen butterweich, mit Blaukraut serviert. Auch wenn Schuhbeck für ausgewogene und gesunde Ernährung eintrat, so betonte er zugleich, dass eine Leberkäs-Semmel zum Leben genauso dazu gehöre wie gesundes Gemüse. „Und wer sich das nicht gönnt, ist ein armer Hund.“

„Vielen Dank — ich bin begeistert“: Alfons Schuhbeck verewigte sich zur Freude von Bürgermeister Manfred Winkens im Goldenen Buch der Stadt. Foto: defi

Viele Glückwünsche nahm Alfons Schuhbeck am Donnerstagabend in Wassenberg entgegen — von offizieller Seite, aber auch von seinen vielen Fans. Sie waren froh, dass der populäre Koch ihre Autogrammwünsche gerne erfüllte und sich bereitwillig immer wieder aufs Neue für Fotos in Szene setzen ließ.

Die Zufriedenheit der Gäste ist das Wichtigste: Ihm gefiel jedenfalls das Angebot von Hotel Elisenhof und Batalia, wie der Daumen signalierte. Foto: defi

Gratulationen auch per Facebook

Die Unterschrift von Alfons Schuhbeck war auch bei seinen vielen Fans gefragt: auf Autogrammkarten, in Büchern oder Schlemmer-Markt-Heften. Foto: defi

Mit den Gratulationen ging es am Freitag auf der Facebook-Seite von Alfons Schuhbeck munter weiter. „Glückwunsch. Wir waren dabei.“ Oder: „Wohlverdient als der Beste in der Branche!“ Oder: „Alfons, Du bist super.“ So war da in den Kommentaren unter anderem zu lesen.

Sogar einen Oberarm durfte Alfons Schuhbeck signieren: Im Küchenzelt des Alten Brauhauses gab es diese außergewöhnliche Autogrammaktion. Foto: defi

Derweil wird auf dem Markt in Wassenberg an diesem Wochenende weiter geschlemmt: am Samstag von 17 bis 24 Uhr und am Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

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