Erkelenz: Schülerlotsen gesucht: 30 Minuten für Kinder

Erkelenz: Schülerlotsen gesucht: 30 Minuten für Kinder

Seit vielen Jahren leisten Eltern, Großeltern und andere einen Schülerlotsendienst, der den Grundschülern in Erkelenz einen sicheren Schulweg gewähren soll. Vor rund drei Wochen hat die Organisatorin des Schülerlotsendienstes, Petra Matz-Peters, in einem Aufruf neue ehrenamtliche Mitbürger gesucht, die bereit sind, sich einmal in der Woche ab 7.40 bis 8. 15 Uhr als Schülerlotse zu betätigen.

Zunächst meldeten sich auch rund zehn Interessenten, sodass die Lotsengruppe eigentlich sehr optimistisch sein konnte. Bedauerlicherweise blieben dann nur noch zwei übrigg, „die bereit waren, als Schutzengel für unsere Kleinsten dieses Schutzengel-Mandat zu übernehmen”, beklagt Heinz Niessen, der als 70-Jähriger selbst schon seit elf Jahren als Lotse tätig ist.

„Sind uns denn wirklich die Schwächsten unserer Gesellschaft nicht mehr wert? Wie viele Großeltern wissen mit ihrer vielen Freizeit nichts anzufangen. Dies wäre eine ehrenamtliche Hilfe”, meint er.

Einmal in der Woche zum Wohle der Kinder eine gute halbe Stunde zu opfern, könne doch nicht ein Problem sein. „Wir brauchen rund 30 Personen pro Woche, wobei 25 fest eingeplant sind und fünf als Springer für Ausfälle gebraucht werden.” Dies sollte in einer Stadt mit 45000 Einwohner nicht möglich sein?

Niessen kann sich das nicht vorstellen und bittet darum, dass sich Mitbürger für den Schülerlotsendienst melden sollen. Ansprechpartner ist laut Niessen die Franziskanusschule am Zehnthofweg.

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