Selkant-Süsterseel: Schüler helfen: Schwester Johanna ist sehr beeindruckt

Selkant-Süsterseel: Schüler helfen: Schwester Johanna ist sehr beeindruckt

Die Schulkinder der Astrid Lindgren Schulen I (Süsterseel) und II (Tüddern) im Selfkant hatten eine tolle Idee. Sie bastelten für Schwester Johanna von der Ordensgemeinschaft der Elisbathinnen Aachen und überraschten damit die fernsehbekannte Schwester bei deren Besuch an beiden Schulstandorten.

Zum dritten Male war Schwester Johanna zu Gast in der Astrid-Lindgren-Schule Selfkant, aber diesmal zeigte sich die Schwester mehr als überrascht. Vor einigen Jahren knüpfte Lehrerin Britta Kremers die Kontakte zur Ordensgemeinschaft der Elisbathinnen, von Aachen aus werden viele Projekte unterstützt.

Die Unterstützung eines Blindenheimes (Batthyany-Laszlo-Heim) in Budapest (Ungarn) wurde zum Unterrichtsthema und die Schulkinder hatten dabei eine glänzende Idee. In jeder Klasse der beiden Schulen machten sich die Kinder Gedanken, wie sie die Kinder im Blindenheim unterstützen könnten.

Die Kinder bastelten nicht nur irgendwelche Spiele, sondern Spiele, die die Sinne stimulieren. So überreichten die einzelnen Klassen selbst voller Stolz die Spiele an Schwester Johanna. Da waren unter anderem Riech- oder Geräuschdosen dabei, ferner zeigte sich Schwester Johanna von den Memoryspielen angetan. Hier gab es verschiedene Spielmöglichkeiten zum Tasten.

Aus dem Tierreich, ferner Buchstaben oder Zahlen - die Ideen waren vielfältig und die Kinderaugen der Schüler im Klassenraum leuchteten. Schwester Johanna erzählt dann vom Leben im Heim, erzählte von der Schule sowie sonstigen Aktivitäten der blinden Kinder, stellte per Bilddokumentation auch einzelne Kinder vor. 67 blinde Kinder wohnen im Heim. „50 davon haben keine Eltern mehr”, so die Nonne.

„Zwischen der Astrid-Lindgren-Schule und dem Blindenheim in Budapest besteht schon eine enge Verbindung”, freute sich die Schwester über den großen Tatendrang der Grundschüler. „Ich finde es toll, dass die Kinder sich Gedanken machen wie man blinden Kindern eine Freude machen kann,” so die Schwester im Gespräch.

Neben den vielen Spielsachen wurde ein schöner Geldbetrag in Höhe von 300 Euro (je Schule 150 Euro) überreicht. Auch hier zeigten sich die Schulkinder mit Einfallsreichtum, bastelten Glückwunschkarten sowie Spielzeug und verkauften sie von Haus zu Haus, um mit dem Erlös die blinden Mädchen und Jungen in Budapest zu unterstützen.

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