Schmidt: Schmidter Karneval ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Schmidt: Schmidter Karneval ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Die „Wiedergeburt” des Schmidter Karnevals ist Dorfgespräch. Nach einer zünftigen Seniorensitzung und der Kindersitzung im restlos ausverkauften Saal des Schützenhof hatte die KG „Schmedter Grieläächer” am Wochenende zu zwei Kostümsitzungen eingeladen. Da ging es wieder hoch her, und alle Beteiligten hatten ihren Spaß.

Man wollte sich amüsieren, das kostümierte Publikum ließ sich nicht lange bitten. Harry und Chris aus Bad Münstereifel brauchten nur „Hey Kölle” anzustimmen, schon standen die Jecken auf und sangen mit. Dem frechen Zwiegespräch des Bauchredners Werner Schaffrath mit seinem kecken Vogel Dodo lauschten alle aufmerksam, und als er zum Schluss dem Prinzen Andreas II. und dem Präsidenten Gerd „Kämmen” Worte und Lieder in den Mund legte, tobte das Publikum.

„Volljaas” nennt sich eine fünfköpfige Mundart-Band aus der Umgebung, und selbiges geben sie. Kölsche Lieder und ein Brings-Medley - da geriet das närrische Volk außer Rand und Band. „Wolle”, dessen gute Gesangsstimme und Gitarre deutlich zu hören war, muss sich ganz besonders gefreut haben über das klatschende, hüpfende, singende Volk zu seinen Füßen, er ist nämlich der Vorsitzende der KG Grieläächer.

Völlig entfesselt

Das Dreigestirn konnte nicht mehr sitzen bleiben: Prinz Andreas, Bauer Frank und Jungfrau Helmine sprangen auf die Bühne und tanzten völlig entfesselt. Dafür werden sie verehrt und geliebt, für ihre Spontaneität und ansteckende Fröhlichkeit.

Einmal mehr bezauberten die Alten Herren mit ihrem Mama-Zita-Tanz die Jecken. Und dann der kühne Florian Deuster, den die Bürgermeisterin als „Aktualisateur” eingesetzt hat. Sein witziger Tratsch aus dem Dorf traf ins Schwarze. „Nee, wat is dat schön”, stimmten die Narren spontan an.

Auch das Schmidter „Herrengedeck” braucht sich wahrlich nicht zu verstecken: Cora Langfeld und Svenja Erler haben ein Dutzend Spätpubertierende trainiert, nun ist eine Tanztruppe daraus geworden, die sich durch Phantasie, Können und Spaß an der Sache auszeichnet. Mal Blues Brothers, mal Michael Jackson und besonders wild als „ACDC” - da flogen die Fetzen!

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