Kreis Heinsberg: Scheidender Regionaldekan Winfried Müller plädiert für mehr Fusionen

Kreis Heinsberg: Scheidender Regionaldekan Winfried Müller plädiert für mehr Fusionen

Wenn am Martinstag, 11. November, um 18 Uhr Pfarrer Gottfried Maria Graaff vom Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in der Langbroicher Kirche St. Mariä Empfängnis als neuer Regionaldekan eingeführt wird, gehen für Winfried Müller fünf Jahre in diesem Amt zu Ende.

In einem Interview erklärte der scheidende Regionaldekan aus Geilenkirchen zur aktuellen Situation der katholischen Kirche in der Region Heinsberg: „Sie leidet bei uns unter der Strukturkrise. Wir haben die Kirche noch nicht vernünftig geordnet in unseren derzeit zehn Gemeinschaften der Gemeinden beziehungsweise Kirchengemeindeverbänden auf der Verwaltungsebene. Diese Reform ist noch nicht vollendet, was die Pastoral erschwert.”

Müller plädierte für mehr Fusionen: „In fusionierten Pfarreien gibt es nur noch einen Kirchenvorstand und einen Pfarrgemeinderat. Die Mitarbeiter sind dort freier für die Pastoral in den Gemeinden, die der neuen Pfarrei angehören. Gleichzeitig bietet es sich an, die Kindergärten in übergeordnete Trägerschaft zu übergeben, um sich so noch weiter von Verwaltungsaufgaben zu entlasten.

„Jede Gemeinde kann mit ihren Reichtümern an Glaubensschätzen vor Ort dazu beitragen, dass die Kirche vor Ort lebendig bleibt”, so Müller.