Städteregion Aachen: Russische Schockanrufer treiben ihr Unwesen

Städteregion Aachen: Russische Schockanrufer treiben ihr Unwesen

Das Kind hatte einen schweren Unfall. Ein Unschuldiger wurde schwer verletzt. Der Unfallverursacher muss ins Gefängnis. Jetzt braucht der Anwalt Geld. Viel Geld. Das erzählt er den Eltern am Telefon. Die sind geschockt.

Und sie zahlen. Mit dieser Masche versuchen Betrüger immer öfter an Geld zu kommen. Sie sprechen russisch und rufen ebenfalls russisch sprechende Opfer an. Sie versuchen ein Vertrauen aufzubauen, geben sich als Polizisten, Behördenmitarbeiter und Anwälte aus. In den vergangenen Wochen ist es in der Städteregion Aachen zu vermehrten solcher Anrufe gekommen.

Mit erfundenen Szenarien setzen sie die Angerufenen unter Druck. Sie erfinden etwa, dass in Russland lebende Angehörige eine dringende Notoperation im Krankenhaus nicht bezahlen können.

Sie versuchen die geschockten Opfer solange zu überzeugen, bis diese das geforderte Bargeld einem Kurier mitgeben.

Die Kripo warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet sofort die Polizei zu verständigen, falls man einen solchen Anruf bekommt. Zudem sollte man immer zusätzlich selbst Kontakt mit dem angeblich betroffenen Verwandten aufnehmen und Fremden kein Bargeld aushändigen.

(red/pol)
Mehr von Aachener Nachrichten