Heinsberg: Riesenstimmung bei „Rock in Heinsberg”

Heinsberg: Riesenstimmung bei „Rock in Heinsberg”

„Rock in Heinsberg” hat Tradition und zieht alljährlich die Fans in Scharen an. Auch in diesem Jahr war die Heinsberger Stadthalle voll beim Jahreskonzert von All Ages. Als Gäste hatten die Stones von Heinsberg eine ganz junge Band eingeladen, die vier 19- und 20-jährigen Mitglieder von Zero Gravitation.

All ages, alle Altersgruppen, also auf der Bühne und mal wieder ein Abend, der Fans und Musikern gleich viel Spaß bereitet hat.

Im Hintergrund immer dabei, wenn es in Heinsberg um gute Musik geht, ist die Jugendmusikschule Heinsberg, die nicht nur die Musiker ausbildet, sondern auch zusammenführt. Beim Partnerschaftsbesuch in Ozimek, an dem auch eine Delegation der Jugendmusikschule mit Zero Gravitation teilgenommen hatte, war die Idee entstanden „Rock in Heinsberg 2012” in der Kombination All Ages und Zero Gravitation (ZG) über die Bühne gehen zu lassen.

Alle ZGs sind Jugendmusikschüler und auch Ludwig Florack, Gitarrist der All Ages, war ein solcher und als Vorstandsmitglied der Musikschule mit nach Ozimek gefahren.

ZG sind Dana Dohmen am Schlagzeug, Patrick Czinczoll am Bass, Maurice Jöris (Gitarre) und Marc Mevissen (Gesang und Gitarre). Die Band spielt - das mag angesichts des jungen Alters der Mitglieder überraschen - bereits seit 2006 zusammen; vielleicht ist das das Geheimnis, das ihre unglaubliche Bühnenpräsenz ermöglicht. Nach dem zweiten Platz beim Schooljam Wettbewerb 2011 spielte ZG schon auf großen Festivals wie Bochum Total und der Frankfurter Musikmesse. ZG spielen nur Eigenkompositionen und sind wohl einfach zu kreativ.

Bei „Rock in Heinsberg” spielten sie nur zwei Stücke ihrer ersten CD „State of Emergency” - alle anderen Stücke waren neu. Seit kurzem hat Zero Gravitation eine eigene Agentur, die nächsten Schritte sind ein eigenes Video und ein neues Album. „Joes Bar”, eine Ballade und Stücke wie „Take time”, „Together” und „Rolling on” überzeugten nicht nur die jungen, sondern auch die älteren Besucher im Publikum. Gitarrist Maurice spielte zwei tolle Soli, Dana an den Drums und Patrick am Bass sorgten für die Power und Sänger Maurice - der hat es einfach drauf.

All Ages sind zehn Musiker, die einmal jährlich auf die Bühne gehen und das, was sie das Jahr über im Probenraum erarbeitet haben, ihrem Publikum präsentieren. Pop- und Rockklassiker, die nicht von allen gespielt werden, aber auch aktuelle Stücke sind im Repertoire.

Neu dabei war in diesem Jahr Saxofonist Peter Büschen, der schon beim traditionellen Intro zum Einsatz kam. Die Musiker kommen auf die Bühne, gehen an ihre Instrumente, die Super-Lightshow setzt ein und die Band stimmt ein instrumentales Stück an, das in die Tonlage des ersten Gesangstitels überleitet. Das ist sehr stimmungsvoll und schon ein Highlight gleich zu Beginn jedes All-Ages-Konzertes.

40 Jahre Altersunterschied

Die drei Jüngeren in der Band sind die Sänger Kathrin Büschen, Maike Huppertz und Marko Wimmer. Die Gitarren spielen Ludwig Florack, Leo Joeris und Jonas Jansen. Manfred Langen am Schlagzeug hatte seine Sternstunde bei „Proud Mary”, Spitzensolo. Zusammen mit Marco Consten am Keyboard und Levi Hallmann am Bass spielte der Schlagzeuger die Ballade „Hurt”, gesungen von Kathrin Büschen. All Ages legen Wert darauf, Stücke für ihr Repertoire zu finden, die von allen Musikern mitgetragen werden, auch wenn bis zu vierzig Lebensjahre zwischen ihnen liegen. Da steht nicht immer die ganze Band auf der Bühne, aber im Konzertverlauf kann sich jedes Instrument voll entfalten.

27 Stücke

Genesis-Hits wie „No son of mine” oder „In the air” waren mit der Stimme von Marko Wimmer ideal besetzt. Maike Huppertz, ebenfalls bei der Jugendmusikschule ausgebildet, bewies ihre stimmlichen Qualitäten unter anderem bei der schönen, emotionalen Ballade „Angel”. Die meisten Stücke bei „Rock in Heinsberg” waren flotte Rockstücke wie „All right now”, Mitte der 70er ein Hit der legendären britischen Rockband Free.

Pink Floyds „Another brick in the wall” und Tina Turners „Addicted to love” füllten die Liste der Songs bis auf 27 Stück, zweieinhalb Stunden non stop, besser gehts nicht: super Konzert, super Stimmung. Da konnten die Musiker nur noch mit „Proud Mary” der letzten Zugabe eins drauf setzen.