Kommentar zum Waldgipfel: Richtige Schwerpunkte

Kommentar zum Waldgipfel : Richtige Schwerpunkte

Die Folgen des Klimawandels für den Wald sind nicht erst seit diesem Sommer sichtbar. Sie sind schon seit einigen Jahren zu beobachten.

Aber vielleicht hat es der besonderen Dramatik bedurft, die sich gerade in diesem Jahr in den deutschen Wäldern gezeigt hat, dass nun alle Akteure der Waldwirtschaft aufgewacht sind. Und die Politik genauso. Wenn die Maßnahmen, die auf dem Waldgipfel debattiert worden sind, auch umgesetzt werden, ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Auch wenn es Kritik gab, Ministerin Klöckner hat gut daran getan, möglichst viele Beteiligte in ein Boot zu holen. Dadurch ist ein weitgehend breit getragenes Konzept entstanden, in dem der Schwerpunkt richtig gesetzt ist: Es braucht klimastabile, nachhaltige Mischwälder, also einen Wald, der auch noch in zehn, 25 oder 50 Jahren den zunehmenden Wetterkapriolen standhält. Denn davon wird es mehr geben laut Bericht der internationalen Forscher des Weltklimarates. Allein die Wucht von Stürmen wird zunehmen. Der Waldgipfel war daher eine gute, weil sinnvolle Sache.