Kreis Düren/Jülich: Rheinlandschau: Kirchen und Sozialinitiativen präsentieren sich

Kreis Düren/Jülich: Rheinlandschau: Kirchen und Sozialinitiativen präsentieren sich

Kirche muss dort sein, wo die Menschen sind. Und: Kirche ist mehr als Festgottesdienst, Prozession und Weihrauch. Nur zwei Gedanken, die für eine mutige Entscheidung Pate stehen: „Wir machen uns stark.”

Unter diesem Motto nehmen die Katholische Kirche der Region, der Caritasverband für die Region Düren-Jülich und zahlreiche soziale Initiativen an der Rheinlandschau teil.

Vom 18. bis 25. April wollen die kirchlichen Akteure auf der Verbrauchermesse am Jülicher Brückenkopf „die charmante Seite der Kirche” zeigen, wie Ulf Göbber, Referent im Büro der Regionaldekane, erläutert.

„Das ist unsere Überzeug: Wir sind stark”, sagt Lothar Frank, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Düren-Jülich. Er verweist auf das umfassende Angebot an Rat und Hilfe seines christlich und sozial motivierten Verbandes. Zu dem, was christlich und sozial motiviert ist, müssten auch die Einrichtungen für die Gesundheit und die Pflege gerechnet werden.

Die Caritas-Trägergesellschaft West (CTW) als Trägerin von Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizeinrichtungen arbeitet ebenfalls auf kirchlicher Grundlage. Damit nicht genug: Existenzsichernde Aktivitäten kommen auch vom Jülicher „Runden Tisch”. Deshalb will man zeigen, „dass sich die Leute auf Kirche und Caritas verlassen können”.

Die Beteiligung katholischer Krankenhäuser und weiterer Einrichtungen in CTW-Trägerschaft unterscheidet die Darstellung der Kirche gegenüber den Auftritten bei der Rheinlandschau 2005 und 2007. „Mit der Rheinlandschau betreten Kirche & Co. Neuland”, sagt Referent Ulf Göbber und pflichtet CTW-Sprecher Kaya Erdem in der Philosophie bei: „Wir wollen das Pragmatische in den Vordergrund stellen.”

Dennoch kommt Kirche nicht zu kurz in dem mit Unterstützung des Messeveranstalters Haug West und mittelständischer Sponsoren hergerichteten Zelt.

Fair gehandelte Lebensmittel werden dort angeboten, es gibt Möglichkeiten zum Sitzen und Verweilen. Einen Tag übernimmt das Arbeitslosenprojekt im Haus Overbach das Café.

Am Eröffnungstag steht kirchliches Umweltmanagement überdies im Mittelpunkt, und der regionale Katholikenrat startet seine Aktion mit einer fünf Meter langen Klagemauer.

Gruppen und Menschen, die sich stark machen für eine lebendige Kirche in der Region, stellen sich am 20. April vor und verschiedene soziale Arbeitsmarktprojekte werden am 21. April der Öffentlichkeit präsentiert. Gleiches gilt für die folgenden Tage.

Abgerundet werden die während der Rheinlandschau nur ansatzweise darzustellenden Aktivitäten und Initiativen von einer Fotoaktion. „Wofür machen Sie sich stark?”, lautet dabei die Frage. Am Schlusssonntag, 26. April, werden die Fotos ausgestellt und unter den Teilnehmern des Wettbewerbs kleine Preise verlost.

Nähere Auskünfte zu der Aktion „Wir machen uns stark” auf der Rheinlandschau sind im Büro der Regionaldekane in Düren sowie bei den mitwirkenden Institutionen erhältlich.

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