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New York: Sparzwang in USA führt zu langen Schlangen bei Einreise

New York : Sparzwang in USA führt zu langen Schlangen bei Einreise

Der Sparzwang in den USA hat nun auch Auswirkungen auf Touristen und Geschäftsreisende, die nach Amerika wollen. Der Grund: Die verordneten Kürzungen für Staatsbeamte verbieten Überstunden. Fluggesellschaften und Reisende beschweren sich, dass Wartezeiten von drei Stunden nicht unüblich seien.

„Es gab bisher schon an den großen Flughäfen der USA Wartezeiten von in Einzelfällen mehreren Stunden. Wir sind von offizieller Seite informiert worden, dass wir damit rechnen müssen, dass sich das noch erheblich erhöhen kann”, beklagt sich Nils Haupt von der Lufthansa. „Das ist für uns ärgerlich, weil wir uns bemühen, die Passagiere rasch ans Ziel zu bringen und dabei so gut wie möglich zu betreuen - und dann stehen sie drei Stunden in der Schlange.” Die Schlangen seien oft Hunderte Meter lang. „Einige kommen an und stehen noch am Ankunftsgate gleich in der Schlange.”

Das Problem könnte erhebliche Auswirkungen auf die Tourismusindustrie haben, immerhin eine der größten Branchen der USA. Einer Umfrage unter Reisenden zufolge würden 43 Prozent Freunden empfehlen, die USA als Reiseland zu meiden - wegen der komplizierten Einreise. Zwei Drittel aller Geschäftsreisenden wollen wegen der Warterei vorerst auf weitere USA-Flüge verzichten. Jeder siebte Reisende habe deshalb schon einmal einen Anschlussflug verpasst.

Auch bei der Ausreise dauert es länger, nämlich an den Sicherheitskontrollen. Ein Beamter an einem Kontrollpunkt sagte: „Ja, die Schlangen sind länger als normal. Wir bekommen keine Überstunden mehr bezahlt.” In diesem Fall waren trotz großen Andrangs nur drei von vier Kontrollstellen besetzt. Am Ende der Schlange, die sich viermal gewunden hat, meinte ein Mann zu seiner Frau: „Mist, den Flieger schaffen wir nicht mehr.” Ansonsten haben es die Leute aber ohne Murren ertragen.

(dpa)