Offenbach: Schöne Unterwasserwelt: Mit etwas Vorbereitung wird Schnorcheln zum Erlebnis

Offenbach: Schöne Unterwasserwelt: Mit etwas Vorbereitung wird Schnorcheln zum Erlebnis

In vielen Urlaubsregionen kann man die Unterwasserwelt der Meere erleben. Dafür muss man nicht tauchen können. Die farbenfrohe Artenvielfalt der Korallenriffe lässt sich schnorchelnd erkunden. Die Ausrüstung besteht aus drei Dingen: Taucherbrille, Schnorchel und Flossen.

Man muss diese nicht unbedingt kaufen, sagt Ralph O. Schill vom Verband Deutscher Sporttaucher: „Bei Anbietern von Schnorcheltouren, wie zum Beispiel Tauchbasen, kann in der Regel eine hochwertige Ausrüstung ausgeliehen werden.”

Wer sich ein eigenes Equipment zulegen möchte, sollte dieses im Fachhandel kaufen, wo Taucherbrille und Flossen anprobiert werden können. Es sei wichtig, dass die Brille ein Sicherheitsglas habe und richtig passe. Das kann man testen, indem man die Brille auf das Gesicht setzt, durch die Nase tief Luft holt und diese anhält.

„Durch den so erzeugten Unterdruck sollte die Brille halten und nicht herunterfallen, wenn man mit den Händen leicht an ihr rüttelt”, erläutert Schill. Eine schlecht sitzende Taucherbrille kann den Schnorchelspaß verderben, da leicht Wasser in sie eindringt. Auch die Flossen sollte man nur nach einer Anprobe kaufen, da die verschiedenen Modelle unterschiedlich ausfallen. Sie sollten nicht drücken, aber auch nicht zu groß sein. Schill rät zu einem einfachen Test: den Fuß hochhalten und etwas hin und her bewegen. Löst die Flosse sich nicht vom Fuß, stimmt die Größe.

Schnorchel gibt es in zwei Varianten: mit und ohne Ventil. Der Vorteil der Letzteren ist, dass damit hineingeschwapptes Wasser leichter ausgeblasen werden kann. Wichtig sei, dass Durchmesser und Länge in einem richtigen Verhältnis stehen: „Ist ein Schnorchel zu lang und zu schmal, funktioniert die Luftzirkulation nicht richtig.” Der Experte warnt deshalb dringend davor, einen Schnorchel mit einem Schlauch oder ähnlichem zu verlängern, um damit besser abtauchen zu können.

Auf Tiere und Pflanzen Rücksicht nehmen

Vor der ersten Tour sollten Anfänger den Umgang mit Schnorchel und Brille üben. Schill rät dazu, beides auf dem Trockenen anzulegen, um sich an das eingeschränkte Sichtfeld und das veränderte Atmen zu gewöhnen. „Für den ersten Kontakt mit dem Wasser eignet sich der Hotelpool, dort kann man Brille und Schnorchel in Ruhe ausprobieren.” Wer keine eigene Ausrüstung hat, sollte sich den Gebrauch beim Veranstalter der Tour zeigen und erklären lassen. Sollte dieses nicht möglich sein und es keine Beratung geben, empfiehlt Schill, sich einen anderen Anbieter zu suchen.

Eine Schnorcheltour kann rund eine Stunde dauern. In dieser Zeit ist man starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt, ein ausreichender Schutz vor Sonnenbrand sehr wichtig. Zusätzlich zur wasserfesten Sonnenmilch rät Schill dazu, ein T-Shirt möglichst mit UV-Schutz zu tragen. Bei längeren Aufenthalten im Wasser sei ein dünner Schnorchelanzug sinnvoll. Während der Erkundung der Unterwasserwelt sollte man sich nicht zu weit von anderen entfernen, damit jemand helfen kann, wenn sich zum Beispiel ein Krampf einstellt.

Rücksichtnahme auf die Tiere und Pflanzen unter Wasser sollte selbstverständlich sein und schützt einen selbst: „Wer nichts anfasst, kann auch nicht gestochen oder gebissen werden.” Nicht alle Meeresbewohner seien ungefährlich. Das schönste Schnorchelerlebnis, weiß Schill, haben jene, die sich mit wenigen Flossenschlägen treiben lassen und keine hastigen Bewegungen machen. Dann habe man Zeit, die Umgebung genau zu beobachten, auf die kleinen Dinge zu achten ohne die Riffbewohner zu stören.