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Hamburg: Mit der richtigen Planung wird der Urlaub für alle eine Erholung

Hamburg : Mit der richtigen Planung wird der Urlaub für alle eine Erholung

„Für einen Hund ist es am schönsten, wenn er immer bei seinem Rudel, also seiner Familie bleiben kann. Auch in den Ferien”, sagt Beate Schüler von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Das ist auch kaum ein Problem, denn immer mehr Anbieter und Unterkünfte sagen inzwischen: Hunde willkommen. Allerdings gilt es bei einem gemeinsamen Urlaub einiges zu beachten.

Wie die Wahl des passenden Urlaubsziels: Am besten ist es, wenn dieses mit dem Auto oder der Bahn zu erreichen ist. „Fliegen bedeutet für die meisten Tiere viel unnötigen Stress”, gibt Beate Schüler zu bedenken. Nur kleine Hunde, bei denen das Gewicht inklusive Transportbox fünf bis acht Kilo nicht überschreitet (variiert je nach Fluggesellschaft), dürfen mit in die Kabine, alle anderen müssen im Frachtraum reisen.

Doch auch bei der Auto- oder Bahnfahrt müssen Hundehalter einiges berücksichtigen. Die Reise mit dem Auto hat den Vorteil, dass es sich für Bello um eine gewohnte Umgebung handelt und außerdem flexible Pausen und ausreichend Auslauf möglich sind. Aber Achtung: Hunde müssen im Auto gesichert werden. Zum Beispiel durch die Verwendung einer Transportbox oder eines speziellen Hundesicherheitsgurtes.

Bei Reisen mit der Bahn gilt: Kleine Hunde, die in eine Transporttasche passen, fahren umsonst mit, sonst werden 50 Prozent des Reisepreises fällig. „Bei längeren Fahrten ist es besser, Hauptverkehrszeiten zu meiden und Umsteige-Verbindungen zu wählen. Das ist zwar umständlicher, gibt aber Gelegenheit zum Gassigehen”, ist der Rat der Expertin.

Geht es ins Ausland, verbietet sich die Idee eines Last-Minute-Urlaubs. Denn vieles muss durchdacht werden. Wie sind die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes und eventueller Transitländer? Welche Impfungen sind notwendig? Informationen dazu gibt es zum Beispiel beim Auswärtigen Amt oder bei der Bundestierärztekammer (www.bundestieraerztekammer.de). Die jeweiligen Bestimmungen sollten sehr ernst genommen werden, denn sonst droht dem Tier eine Quarantäne, die im schlimmsten Fall Wochen dauern kann.

Reisen innerhalb der EU sind klar geregelt: Hundehalter müssen einen EU-Heimtierausweis mit sich führen. Diesen stellt der Tierarzt aus, in ihm sind alle erfolgten Impfungen und die Identifizierungsnummer, die der Hund mittels Tätowierung oder Mikrochip erhält, aufgeführt.

Am unkompliziertesten ist sicherlich der Urlaub in einem Ferienhaus. Anbieter wie zum Beispiel Novasol (novasol.de) oder Interhome (interhome.de) haben unzählige hundefreundliche Unterkünfte im Programm. Aber auch in vielen Hotels sind Hunde kein Problem. Allerdings gibt es manchmal Einschränkungen, und Hunde dürfen zum Beispiel nicht in den Speisesaal.

Selbst auf Aktivurlaub muss nicht verzichtet werden. Spezielle Veranstalter wie Flughund (flughund.de) oder Hund und Reisen (hundundreisen.de) bieten maßgeschneiderte Angebote, bei denen keiner zu kurz kommt. „Wichtig ist, dass man auf den Hund Rücksicht nimmt, er genug Auslauf hat und weder zu hohen noch zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, dann steht einer tollen gemeinsamen Zeit nichts im Wege”, ist die Erfahrung von Beate Schüler.

Tipps und Informationen gibt es auch in dem Ratgeber „Urlaub mit dem Hund” der bei der Organisation Vier Pfoten unter Tel.: 040 39924939 oder im Internet unter vierpfoten.de angefordert werden kann.