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Tangermünde: Historische Bierdeckel und „Kuhschwanzbier” in der Altmark

Tangermünde : Historische Bierdeckel und „Kuhschwanzbier” in der Altmark

Auf den Spuren von mehr als 500 Jahren Brautradition verläuft der „Altmärkische Bier- und Hopfenpfad” im Norden Sachsen-Anhalts.

Dabei lässt sich beispielsweise in drei Schaubrauereien die Herstellung des Gerstensafts ganz aus der Nähe beobachten. Der Ort Gardelegen gilt als Hauptstadt des Bierbrauens in der Altmark.

Bereits um das Jahr 1300 wurde hier Bier produziert. Mit dem Biergeld - einer Ausfuhrsteuer - entstanden imponierende Bauten wie das Rathaus oder das Salzwedeler Tor. Noch heute schmücken neben dem halben brandenburgischen Adler drei Hopfenstangen das Stadtwappen.

Seit dem 16. Jahrhundert trägt das in Gardelegen gebraute Bier den Namen Garley beziehungsweise Garlei. Heute stellt die Garley Spezialitäten Brauerei GmbH dieses Bier her und führt die lange Tradition fort. Im Stadtmuseum Gardelegen erfährt man ebenfalls Wissenswertes rund um die örtliche und regionale Biertradition. Das Museum beherbergt eine Ausstellung technischer Gerätschaften, unter anderem Braukessel und Hopfenpressen, aber auch historische Fotos und Dokumente, sowie eine Privatsammlung historischer Bierdeckel längst verschwundener ostdeutscher Brauereien.

Auch das Tangermünder „Kuhschwanzbier” blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der kuriose Name leitet sich von der Tatsache ab, dass das Wasser für das Bier aus dem Fluss Tanger stammte, in dem sich zum Leidwesen der Brauer auch stets einige durstige Rinder tummelten. Bei einer Stadtführung durch die malerische Altstadt von Tangermünde erfahren Besucher mehr über die Geschichte des „Kuhschwanzbieres”. Eine weitere Station des „Altmärkischen Bier- und Hopfenpfads” ist die Schaubrauerei Demmert-Bräu in Klötze, die ihre Aktionen vor allem für Gruppen konzipiert hat.