Airport Köln/Bonn: Stetiges Wachstum, gute Auslastung

Viele Reiseziele : Airport Köln/Bonn: Stetiges Wachstum, gute Auslastung

Der größte Flughafen Deutschlands liegt nach wie vor in Frankfurt am Main. Wer in Aachen wohnt, muss die lange Fahrt dorthin jedoch nicht zwingend auf sich nehmen. Nur eine knappe Autostunde entfernt liegt mit dem Airport Köln/Bonn ein Flughafen, der sich seit Jahren weiterentwickelt.

Aktuell erreicht der Standort sogar seine maximale Auslastung, weswegen Erweiterungsmaßnahmen notwendig sind. Ein Überblick:

Die Entwicklung des Flughafens seit 1950

Gegründet wurde die Airportgesellschaft rund um den Flughafen Köln/Bonn bereits am achten Dezember 1950. Auf dem etwa 1.000 Hektar großen Gelände hat sich seitdem viel getan. Bereits im Jahr 1970 nahmen knapp 1,4 Millionen Passagiere den Standort in Anspruch, um per Flugzeug zu verreisen. 1980 waren es dann schon mehr als zwei Millionen und zehn Jahre später durchbrach der Airport Köln/Bonn auch die Drei-Millionen-Marke.

Das Ende der möglichen Auslastung im Passagierverkehr war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch lange nicht erreicht. Mit der zunehmenden Beliebtheit von Flugreisen in den Neunzigerjahren stiegen auch die Passagierzahlen am Airport Köln/Bonn drastisch an und begannen schneller zu wachsen. Im Jahr 2000 berichteten die Verantwortlichen von rund 6,3 Millionen Passagieren und in 2010 waren es rund 9,8 Millionen. Seit Jahren ist in den Zusammenfassungen der wirtschaftlichen Entwicklung des Flughafens von Rekorden die Rede. Sie machen auch vor den Passagierzahlen nicht Halt, denn in 2017 nutzten mehr als 12,3 Millionen Menschen den Airport, um in die Ferien oder auch zu Geschäftsterminen zu reisen.

Reiseverkehr rund um den Flughafen Köln/Bonn

Für Privatpersonen besonders interessant sind jedoch nicht nur die steigenden Passagierzahlen am Flughafen Köln/Bonn, sondern auch die Ziele, die von hier aus erreichbar sind. Auch hier zeigt sich eine stetige Weiterentwicklung, denn von Köln/Bonn aus reisen Passagiere heute längst nicht mehr nur innerhalb Deutschlands, sondern auch in weitere Länder. Die Top Ten der Destinationen, die von Köln/Bonn aus angeflogen wurden, bildeten in 2017:

Zürich

Diese Vielfalt an Reisezielen gewährleisten rund um den Flughafen vor allen Dingen sogenannte Low-Cost Airlines. Nach der Insolvenz von Air Berlin tat sich in diesem Bereich vor allen Dingen Eurowings hervor. Diese Airline ermöglichte es, den Wegfall der Air Berlin Strecken zu kompensieren, was für Passagiere, die auch weiterhin von Köln/Bonn aus starten wollen, von Vorteil ist. Als zweitstärksten Carrier am Flughafen nennt die Gesellschaft in ihrem Geschäftsbericht aus 2017 Ryanair. Darüber hinaus machen die Verantwortlichen deutlich, dass vier von fünf bedeutenden Low-Cost-Airlines aus Europa den Airport Köln/Bonn für sich nutzen, was den Standort auch auf dem Billigflug-Sektor zu einem wertvollen Drehkreuz macht.

Wachsende Passagierzahlen, im September 2018 waren es laut Statistik rund 1,4 Millionen, bringen selbstverständlich auch einen Erweiterungsbedarf mit sich. Hier hat es der Flughafen Köln/Bonn jedoch gut, denn die Kapazitätsreserven im Bereich der Start- und Landebahnen gehören zu den größten innerhalb Deutschlands. Daher wird es auch weiterhin möglich sein, den steigenden Bedarf zu decken.

Während es rund um die Start- und Landebahnen derzeit noch keinen Erweiterungsbedarf gibt, müssen die Terminals am Airport ausgebaut werden. Die aktuelle Abfertigungskapazität von rund zwölf Millionen Passagieren pro Jahr ist bereits ausgeschöpft, weswegen die Verantwortlichen bereits konkrete Maßnahmen geplant haben. So wird Terminal 1 im Bereich der Gepäckrückgaben B sowie C erweitert und erhält rund 1.000 Quadratmeter zusätzliche Ladenfläche. An der Westseite von Terminal 2 soll zudem ein knapp 2.700 Quadratmeter großer Anbau entstehen und zwischen beiden Terminals wird es ein neues Umsteige-Terminal geben.

Wirtschaftsfaktor Köln/Bonn

Für die umliegende Region spielt der Flughafen Köln/Bonn einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Nicht nur der wachsende Passagier-Sektor spielt hier eine Rolle, denn auch im Bereich der Luftfracht entwickelt sich Köln Bonn stetig weiter. In 2017 wuchs die jährliche Tonnen-Anzahl im Vergleich zu 2016 um rund sieben Prozent auf ganze 840.000 Tonnen an. Hier profitiert der Standort nicht nur von seiner günstigen Lage, sondern auch von den allgemeinen Folgen der Globalisierung. Heute gehört Köln/Bonn zu den drei größten Expressfrachtflughäfen Europas und verfügt als einziger über die Möglichkeit, die bedeutendsten Dienstleister der Branche zu bündeln. Zukünftig werden die Verantwortlichen auch hier mit einigen Maßnahmen für Optimierung sorgen, um den wachsenden Bedarf gerecht werden zu können. Auch Regelungen rund um den Nachtflugbetrieb und die Gestaltung der Flugzeiten stehen hier im Fokus.

Somit genießt der Airport Köln/Bonn heute sowohl im Passagier- als auch im Frachtverkehr besonderes Ansehen. Dies ist nicht nur für das wirtschaftliche Gelingen der Airportgesellschaft selbst wichtig, sondern sichert auch Arbeitsplätze für Tausende Menschen aus der Region. Am Flughafen selbst sind mehr als 13.000 Angestellte tätig, während die Flughafengesellschaft über 1.800 Mitarbeiter zählt.

(vo)
Mehr von Aachener Nachrichten