7 Tipps zur passenden Ausrüstung für den ersten Outdoor-Urlaub

Natur-Urlaub : Sieben Tipps zur passenden Ausrüstung für den ersten Outdoor-Urlaub

Ein Outdoor-Urlaub steht für ausgiebige Aktivität, die in wunderschönen Naturlandschaften genossen werden kann.

Etwa 28 Prozent aller Reisenden genießen im Jahr 2019 einen sogenannten „Natururlaub“. Da Wind und Wetter relativ großen Einfluss auf das Wohlbefinden eines jeden Menschen haben, ist die passende Bekleidung das A und O für alle Reisenden, die sich möglichst viel im Freien aufhalten möchten.

Die Mode unterliegt einem stetigen Wandel, dies gilt auch für Outdoor-Bekleidung, wobei das Augenmerk jeweils auf Tragekomfort und Praktikabilität gelegt wird. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Ausstattungsmerkmale, die für das Gelingen eines Outdoor-Urlaubes eine Rolle spielen.

Tipp Nr. 1

Zu den bedeutendsten Utensilien gehört ein Tagesrucksack, der bei einer längeren Outdoor-Unternehmung nicht fehlen darf. Er ist in der Regel mit einer Vielzahl an Innentaschen versehen, in denen sich Proviant und viele weitere nützliche Dinge wie extra Regenbekleidung verstauen lassen.

Tipp Nr. 2

Wer seinen Outdoor-Urlaub intensiv erleben möchte, nächtigt naturnah im Zelt. Welche Art Zelt dabei infrage kommt, hängt selbstverständlich von dem Reiseziel und vom zu erwartenden Wetter ab. Eine gute Qualität ist jedoch Grundvoraussetzung, um lange Freude daran zu haben. Generell sollte ein gutes Zelt

  • nicht nur wasserabweisend, sondern wasserdicht sein,
  • über Geräumigkeit verfügen;
  • leicht aufzubauen sein und
  • ein geringes Gewicht aufweisen.

Ist man mit einem derartigen mobilen Heim unterwegs, dürfen auch Iso-Matte, Luftmatratze oder ähnliches nicht fehlen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, einen praktischen Schlafsack dabei zu haben, der sich leicht auf eine kleine Größe zusammenrollen lässt. Die Auswahl ist groß, wobei sich die Entscheidung für das passende Produkt insbesondere auf die Eignung für die jeweiligen Temperaturen im Urlaubsland richten sollte.

Tipp Nr. 3

Selbst für einen Outdoor-Urlaub in einem Land mit wenig Niederschlag, sollte Regenbekleidung unbedingt im Reisegepäck enthalten sein. Selbst in wärmeren Regionen kommen plötzliche Schauer oder Wärmegewitter vor, die, ist man erst einmal bis auf die Haut durchnässt, der Aktivität im Freien jeden Spaß nehmen können. Die Nutzung eines Regenschirmes ist nicht immer eine gute Variante, da dieser bei starkem Wind kaum noch nutzbar ist. Bestenfalls hat man jederzeit eine regendichte Hose und Jacke dabei.

Tipp Nr. 4

Die Schuhe richten sich nach dem Laufquantum im Outdoor-Urlaub. Dieser lässt sich so vielfältig gestalten, dass es schwierig ist, hier eine Empfehlung zu geben. Grundsätzlich gilt für das Schuhwerk:

  1. Passgenauigkeit, wobei man nicht vergessen darf, gegebenenfalls auch dickere Wandersocken zu berücksichtigen;
  2. Regenfestigkeit;
  3. Atmungsaktivität;
  4. gute Dämpfung;
  5. Robustheit;
  6. Strapazierfähigkeit.

Es gibt spezielle Outdoor-Schuhe, die diese Voraussetzungen erfüllen, wobei man auch beachten muss, für welches Gelände sie geeignet sein sollen. Das Angebot beinhaltet beispielsweise Produkte zum Bergsteigen, für das Hochgebirge oder für eher einfache Wanderungen, wofür unter anderem die Leichtgewicht-Modelle produziert werden. Hersteller teilen Outdoorschuhe in folgende Kategorien:

  • Kategorie A - Bequeme, in der Regel gut gedämpfte, komfortable und leichte Schuhe mit niedrigem Schaft, die sich für kurze Tageswanderungen, weiche Waldwege und entspannende Spaziergänge eignen.
  • Kategorie AB - Outdoor-Schuhe, die allwettertauglich sind, über einen höheren Schaft und eine stabile Sohle verfügen. Sie sind für leichte Wanderungen auf einfachen, befestigten Wegen prädestiniert.
  • Kategorie B - Diese Schuhe bieten einen sehr guten Halt und besitzen eine steife, solide Sohle und einen höheren Schaft. Leichte Trekkingtouren und ausgedehnte Wanderungen im Mittelgebirge lassen sich mit ihnen unternehmen.
  • Kategorie BC - Das Schuhwerk gibt einen optimalen Halt, sei es bei anspruchsvollen Trekkingtouren oder Ausflügen ins Hochgebirge, über Klettersteige und felsige Untergründe.
  • Kategorie C - Diese Outdoor-Stiefel sind überaus hart und fest, durch einen sehr starken Sohlengrip ist der Fuß bestens geschützt. Für Unternehmungen im Hochgebirge und schwere Trekkingtouren sind sie perfekt geeignet.
  • Kategorie D - Die Outdoor-Schuhe sind für extremste Bedingungen konzipiert, wozu Hoch-, Eis- und Gletschertouren gehören, darüber hinaus sind sie steigeisenfest.
Robustes Schuhwerk ist für Outdoor-Trips unerlässlich. Foto: Michael Gaida / Pixabay.com (CCO Public Domain)

Tipp Nr. 5

Funktionsunterwäsche ist bestens für schweißtreibende Outdoot-Erlebnisse geeignet. Sie transportiert am besten die Feuchtigkeit und sorgt für eine gute Belüftung des Körpers. Als vorteilhaft stellt sich außerdem heraus, dass die Feuchtigkeit nicht im Stoff verbleibt, sondern außen abperlt und verdunstet.

Tipp Nr. 6

Outdoor-Bekleidung soll in erster Linie dafür sorgen, dass man bei Feuchtigkeit nicht nass wird und bei Kälte nicht friert. Weiterhin ist auf Tragekomfort, Robustheit und Langlebigkeit Wert zu legen. Sie zeichnet sich außerdem durch Bewegungsfreiheit aus, gleich, welche Aktivitäten man in Angriff nimmt. Überschüssige Körperfeuchtigkeit wird bei guter Outdoor-Kleidung von innen nach außen abgeleitet. Dies nennt man Atmungsaktivität. Es gibt verschiedene Obermaterialien, die jeweils über besondere Stärken verfügen.

Fleece: Für Wärme und Gemütlichkeit steht Fleece. Das Material kommt insbesondere bei der zweiten Bekleidungsschicht, also beispielsweise für Pullover, und leichte Jacken, zur Anwendung. Verschiedene Online-Händler halten ein breitgefächertes Fleece-Angebot für alle Outdoorfreunde im Angebot.

Softshell: Es steht für Vielseitigkeit und Bequemlichkeit, zudem ist Softshell winddicht und wasserabweisend. Gute Wärmeeigenschaften und Leichtigkeit sorgen weiterhin für angenehmen Tragekomfort.

Tipp Nr. 7

Für Outdoorfans empfiehlt es sich, das Zwiebelprinzip zu nutzen. Das heißt, mehrere Kleidungsschichten werden übereinander angezogen. Man beginnt mit Funktionsunterwäsche und -socken, geht über zur isolierenden Zwischenkleidung und trägt darüber eine wetterfeste Jacke. Je nach Temperatur- und Wetterbedingungen kann man Teile davon aus- oder wieder anziehen, unterwegs verstaut man sie einfach im Rucksack oder bindet sie sich um.

(vo)
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