Hamburg/Berlin: 100.000 Fluggäste nutzen Hamburger Körperscanner im ersten Monat

Hamburg/Berlin: 100.000 Fluggäste nutzen Hamburger Körperscanner im ersten Monat

Einen Monat nach der Einführung des bundesweit ersten Körperscanners am Hamburger Flughafen ist die neue Sicherheitskontrolle nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums gut von den Passagieren angenommen worden.

100.000 Fluggäste haben die zwei Geräte statt der üblichen Torsonde seit dem 27. September benutzt, wie der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesinnenminister, Ole Schröder, am Mittwoch in Berlin sagte. Für eine Bilanz sei es noch zu früh.

Erste Rückmeldungen zum Ablauf und zum Komfort am Körperscanner sind laut Bundesinnenministerium jedoch durchaus positiv ausgefallen. Am Flughafen im schweizerischen Zürich etwa hatten im Sommer innerhalb von sechs Wochen rund 4800 Fluggäste den Körperscanner getestet.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) hatte den Probebetrieb des Körperscanners in Hamburg Ende September gestartet. Der bundesweit erste Test eines Körperscanners soll sechs Monate dauern und ist für die Passagiere freiwillig.

Die Bundesregierung hatte entschieden, die Einführung von Körperscannern zu prüfen. Auslöser war der vereitelte Sprengstoffanschlag eines Nigerianers auf ein US-Passagierflugzeug Ende 2009. Der Mann hatte den Sprengstoff in seiner Unterhose versteckt.

Der in Hamburg zum Einsatz kommende Scanner vom Typ L-3 ProVision ATD produziert keine Körperbilder mit Konturen, sondern zeigt an einer Art Strichmännchen verdächtige Stellen an und entdeckt somit innerhalb von drei Sekunden versteckten Sprengstoff oder Waffen.

Die erzeugten Daten sollen nach der Kontrolle wieder gelöscht werden. Nach der secshmonatigen Testphase werden die Ergebnisse zunächst ausgewertet, ehe über eine flächendeckende Einführung entschieden wird.

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