Karlsruhe: Vorsicht: Heiß, fettig und teuer

Karlsruhe: Vorsicht: Heiß, fettig und teuer

Wer in der Küche einen Topf mit Fett unbeaufsichtigt lässt, handelt nicht zwangsläufig grob fahrlässig und verliert den Versicherungsschutz. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

In dem Fall gingen die Richter von einem sogenannten Augenblicksversagen aus, das nicht dazu führt, dass der Versicherungsschutz verloren geht.

Ein Versicherter hatte in einem Kochtopf Fett erhitzt und dann das Zimmer verlassen. Als er länger als geplant vor dem Fernseher sitzen blieb, fing der Topf Feuer, und der Brand erfasst das ganze Haus.

Den Schaden von 150.000 Euro musste die Versicherung dennoch zahlen, weil die Bundesrichter das Verhalten nicht als grob fahrlässig einstuften (Aktenzeichen: BGH VI ZR 196/10).

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