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München: Versetzung rechtfertigt nicht immer das Stornieren einer Reise

München : Versetzung rechtfertigt nicht immer das Stornieren einer Reise

Die Versetzung an einen neuen Arbeitsplatz rechtfertigt nicht ohne weiteres das Stornieren einer gebuchten Reise. Das berichtet die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht” (Heft 5/2014) unter Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts München.

Daher müsse in diesem Fall auch die Reiserücktrittsversicherung nicht für eventuell anfallende Stornokosten aufkommen (Az.: 261 C 21740/12).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage einer Frau zurück. Die Klägerin hatte für sich und ihren Ehemann eine Reise nach Thailand gebucht. Als ihr Ehemann kurzfristig vom Arbeitgeber versetzt wurde, stornierte sie die Reise, da beide im Zeitraum der geplanten Reise an den neuen Arbeitsort umziehen wollten. Da die Klägerin eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hatte, verlangte sie von der Versicherung die Übernahme der Stornokosten von 1260 Euro.

Das Amtsgericht München sah dafür keine rechtliche Grundlage. Es sei nicht zwingend, dass die Klägerin und ihr Ehemann sofort umziehen müssten und daher die Reise nicht antreten könnten. Anders wäre der Fall beispielsweise zu beurteilen, so das Amtsgericht, wenn der Arbeitsplatzwechsel zu einer Urlaubssperre geführt hätte.

(dpa)