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Schleswig: Unfallverursacher muss nur begrenzt für Tierarztkosten aufkommen

Schleswig : Unfallverursacher muss nur begrenzt für Tierarztkosten aufkommen

Wer durch einen Unfall ein Tier verletzt, muss nicht unbegrenzt für dessen Behandlungskosten aufkommen. Das berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht” (Ausgabe 23/2014) unter Berufung auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts Schleswig.

Nach Auffassung des Gerichts ist unter anderem der finanzielle Wert des Tieres zu beachten. So seien Behandlungskosten von über 5000 Euro für einen Hund, der einen Wert von 200 Euro habe, unverhältnismäßig (Az.: 4 W 19/14).

In den verhandelten Fall räumten die Richter zwar ein, das Gesetz stelle ausdrücklich fest, dass die Behandlungskosten für ein Tier nicht schon dann unverhältnismäßig seien, „wenn sie dessen Wert erheblich übersteigen”.

Dennoch müsse auch eine finanzielle Grenze gelten - so sahen Gerichte beispielsweise diese Grenze beim sechs- bis zehnfachen Wert eines Tieres. Hier handelte es sich um einen sechsjährigen Mischlingshund, dessen Wert bei etwa 200 Euro liege. Behandlungskosten von 5000 Euro dürften daher als unverhältnismäßig gewertet werden.

(dpa)