Trier: Unfallversicherung: Alkoholgenuss kostet Versicherungsschutz

Trier: Unfallversicherung: Alkoholgenuss kostet Versicherungsschutz

Wer betrunken über ein 93 Zentimeter hohes Geländer stürzt, bekommt von seiner Unfallversicherung kein Geld. Das hat das Landgericht Trier entschieden.

Übermäßiger Alkoholkonsum ist im Sinne der Versicherungsbedingungen als Bewusstseinsstörung zu verstehen, die nicht mitversichert ist. In dem Fall kam das Gericht zu der Erkenntnis, dass der Verunglückte alkoholbedingt über das Geländer gestürzt war.

Dazu kam, dass der mit den Örtlichkeiten vertraute Versicherte mit dem Kopf voraus auf den Fliesenboden im Erdgeschoss gestürzt war, ohne dass es zu Verletzungen an seinen Händen kam, die Folge einer im nüchternen Zustand natürlichen Abwehrreaktion gewesen wären. (Aktenzeichen: LG Trier 6 O 128/11)

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