Speyer: Sturz vor der Firmendusche als Arbeitsunfall versichert

Speyer: Sturz vor der Firmendusche als Arbeitsunfall versichert

Rutscht ein Rettungssanitäter auf dem Weg in die Dusche auf seiner Dienststelle aus, bevor er seinen Dienst antritt, ist das als Arbeitsunfall im Sinne der Unfallversicherung zu werten.

Das geht aus einer Entscheidung des Sozialgerichts Speyer hervor. In dem Fall hatte der Mann vor Dienstantritt geduscht, weil er den Weg zur Arbeit im Sommer mit dem Rad zurückgelegt hatte und das Duschen erforderlich war, um einsatzfähig zu werden. In einem solchen Fall stellt das Duschen eine sogenannte gemischte Tätigkeit dar, da es sowohl unversicherten privaten als auch versicherten dienstlichen Zwecken dient.

In dem Fall überwogen dem Gericht zufolge jedoch die dienstlichen Zwecke, da das Duschen die Einsatzfähigkeit für den Einsatz als Rettungsassistent herbeiführen sollte. Denn der enge Körperkontakt eines Sanitäters zu Patienten erfordert entsprechende Hygiene, die durch die Dusche erreicht werden sollte.
(Sozialgericht Speyer, AZ: S 15 U 40/10)

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