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München: Sturz bei Autowäsche auf Dienstfahrt nicht automatisch Arbeitsunfall

München : Sturz bei Autowäsche auf Dienstfahrt nicht automatisch Arbeitsunfall

Verletzt sich ein Autofahrer bei einer Autowäsche während einer Geschäftsreise, ist das nicht automatisch ein Arbeitsunfall. Wie das Bayerische Landessozialgericht in München entschied, komme es darauf an, ob die Autowäsche im Zusammenhang mit einer versicherten Tätigkeit steht.

In dem verhandelten Fall war ein selbstständiger Geschäftsmann beim Verlassen einer Autowaschanlage auf einer Eisplatte ausgerutscht und hatte sich dabei eine offene Unterschenkelfraktur zugezogen, wie „Heise Online” berichtet.

Die Versicherung erkannte dies nicht als Arbeitsunfall an, das überwiegend privat genutzte Auto des Unternehmers sei kein Arbeitsgerät im Sinne des Sozialgesetzbuches. Nachdem das Sozialgericht Bayreuth den Fall zunächst als Arbeitsunfall wertete, bekam die Versicherung in der nächsten Instanz vor dem Bayerischen Landessozialgericht recht. Da der Geschäftsmann das Fahrzeug tatsächlich überwiegend privat nutze, habe das Waschen nicht im erforderlichen sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit gestanden, so die Richter.

(dpa)