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München: Smartphone am Steuer: Autofahrer sollten kein Risiko eingehen

München : Smartphone am Steuer: Autofahrer sollten kein Risiko eingehen

Rechts ranfahren und Motor aus - einen besseren Ratschlag kann man Autofahrern vor dem Griff zum Smartphone eigentlich nicht geben. Denn das Unfallrisiko steigt mit dessen Nutzung immens, laut dem Auto-Club Europa (ACE) um mehr als das 20-Fache.

Wer im Auto nicht auf das Mobiltelefon verzichten will, sollte auf jeden Fall eine feste Halterung und eine Freisprecheinrichtung verwenden. Damit bewegt man sich zumindest rechtlich auf der sicheren Seite, wie der Tüv Rheinland erläutert. Die Straßenverkehrsordnung verbietet die Handy-Nutzung nämlich ausdrücklich dann, wenn es dafür „aufgenommen oder gehalten” werden muss.

Auch dann lenken Gespräche aber noch ab. Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) raten deshalb vom Telefonieren mit Freisprechanlage ebenfalls ab. Zumindest bei komplizierten Verhandlungen oder gar bei einem Streit sollte man trotz Freisprecheinrichtung wenn möglich rechts ranfahren.

Das gleiche gilt fürs Tippen auf dem Smartphone. Das ist zwar prinzipiell erlaubt, wenn das Handy in einer Halterung steckt, doch wer während der Fahrt eine SMS oder eine WhatsApp-Nachricht schreibt, gegen den kann laut dem ACE trotzdem ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro verhängt werden. Auch ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei ist möglich. Zum Schreiben von Nachrichten oder zum „Lesen” bieten sich Sprachsteuerung und Sprachausgabe als etwas weniger gefährliche Alternative an. Fast alle modernen Smartphones verfügen über derartige Funktionen.

(dpa)