Düren: Sehnenscheidenentzündung ist Berufskrankheit

Düren: Sehnenscheidenentzündung ist Berufskrankheit

Eine Sehnenscheidenentzündung durch Computerarbeit ist eine Berufskrankheit.

Die 39-jährige Dürener Finanzbeamtin Stefanie E. hat am Donnerstag einen Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente wegen ihrer Arbeit mit der Computermaus und der Tastatur zugesprochen bekommen.

Die erste große Kammer des Verwaltungsgerichts Aachen unter Vorsitz des Richters Georg Niebel folgte in ihrem Urteil den Ausführungen eines medizinischen Gutachtens, das von der Uniklinik Aachen verfasst worden war.

Die Beamtin hatte seit 2000 dauerhaft unter Schmerzen am rechten Arm gelitten. Im Jahr 2007 wurden die Beschwerden so stark, dass die heute 39-Jährige nicht mehr arbeiten konnte. Sie ließ sich krankschreiben und der Arzt veranlasste die Begutachtung ihres Leidens. In der Folge klagte die Beamtin auf Anerkennung ihres Leidens als Berufskrankheit.

Das Land als Arbeitgeber hatte kein besonderes Risiko
für Sehnenscheidenentzündungen bei Bediensteten gesehen, die im
Wesentlichen mit dem Computer arbeiten.

Gegen das Urteil kann noch ein Antrag auf Berufung gestellt
werden. Darüber müsste dann das Oberverwaltungsgericht in Münster
entscheiden.

(Az: 1 K 1203/09)