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Hamm: Schadenersatz und Schmerzensgeld für fehlerhaftes Tattoo

Hamm : Schadenersatz und Schmerzensgeld für fehlerhaftes Tattoo

Ein fehlerhaft gestochenes Tattoo gibt dem Kunden Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Das berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht” (Heft 8/2014) unter Berufung auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm (Az.: I-12 U 151/13). Nach Auffassung der Richter ist jede Tätowierung rechtlich betrachtet eine Körperverletzung. Sie sei nur gerechtfertigt, weil der Kunden eingewilligt habe. Diese Einwilligung gelte aber nur für technisch und gestalterisch fehlerfreie Tätowierungen.

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage einer Frau statt. Die Klägerin hatte sich in dem verhandelten Fall ein Tattoo stechen lassen. Nach den Feststellungen des Gerichts drang die Farbe in zu tiefe Hautschichten ein. Dadurch verlief das Tattoo. Die Klägerin wollte daraufhin das Tattoo per Laserbehandlung beseitigen lassen und war der Ansicht, der Inhaber des Tattoo-Studios müsse für die Kosten aufkommen.

Das OLG sah das genauso. Die Beseitigung des Tattoos verursache Kosten und Schmerzen. Der Klägerin stehe daher sowohl Schadenersatz als auch ein Schmerzensgeld in Höhe von 750 Euro zu.

(dpa)