München: Reiserücktrittsversicherung: Jobverlust nicht immer versichert

München: Reiserücktrittsversicherung: Jobverlust nicht immer versichert

Wer als Geschäftsführer einer Firma abberufen wird, ist nicht Opfer eines klassischen Jobverlustes, für den die Reiserücktrittsversicherung aufkommen muss.

Es handele sich nicht um eine unerwartete, betriebsbedingte Kündigung, wie das Amtsgericht München entschied. In dem Fall war ein Mann als Geschäftsführer abberufen worden. Die anfallenden Stornokosten für die daraufhin abgesagte Kreuzfahrt wollte der Mann von der Versicherung erstattet bekommen - ohne Erfolg.

Voraussetzung für Versicherungsleistungen ist nach dem eindeutigen Wortlaut der Bedingungen eine unerwartete, betriebsbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber. Maßgebend sind dabei die Ereignisse vor der Stornierung. Bei der Abberufung als Geschäftsführer aber handelt es sich nicht um eine unerwartete Kündigung, weil die Abberufung jederzeit erfolgen kann.

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