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Berlin: Reisebewertung im Internet: Auf Fotos von Mitarbeitern verzichten

Berlin : Reisebewertung im Internet: Auf Fotos von Mitarbeitern verzichten

Über frustrierende Urlaubserlebnisse im Internet zu berichten, gehört heute zum guten Ton: Manch einer wird nach Abschluss seiner Reise sogar von seinem Buchungsportal dazu aufgefordert. Allerdings müssen sich Verbraucher darüber im Klaren sein, dass hierbei zahlreiche Fallen lauern.

Denn schnell ist die Grenze zur Schmähkritik überschritten - und auch die Verwendung von Bildern ist nicht in jedem Fall unproblematisch.

Um Mängel gegenüber dem Veranstalter zu belegen, sind Fotos unerlässlich. Aber: Fotos von einzelnen Mitarbeitern oder anderen Gästen, auf denen diese zu identifizieren sind, sollte man nicht im Internet verbreiten, rät Astrid Auer-Reinsdorff, Vizepräsidentin des Deutschen Anwaltvereins. Zudem handelt es sich bei einem Hotel nicht um einen öffentlichen Raum. Der Eigentümer kann die Veröffentlichung von dort gemachten Fotos per Hausrecht ausschließen - was auch häufig der Fall ist.

Auch Außenanlagen wie der Pool oder eine Terrasse fallen dann darunter. Im Zweifelsfall sollten Verbraucher lieber von einer Verwendung ihrer Bilder absehen. „Es sei denn, es ist niemand darauf zu identifizieren, und sie sind nachweisbar im öffentlichen Raum entstanden”, erklärt Auer-Reinsdorff.

(dpa)