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Hamm: Radler stürzt in abgesperrter Baustelle: Kein Schadenersatz

Hamm : Radler stürzt in abgesperrter Baustelle: Kein Schadenersatz

Ein Fahrradfahrer ist selbst Schuld, wenn er auf einer sichtbar gesperrten Straße in eine Baugrube fällt. Verletzt sich der Radfahrer bei dem Sturz, haftet der Betreiber der Baustelle nicht.

Das entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az.: I-9 U 135/13). In dem verhandelten Fall war ein Mann im Halbdunkeln in eine Straße eingefahren, die mit Schranken und Zusatzschildern für den Verkehr gesperrt war. Nachdem er auf der Baustelle in eine nicht weiter gesicherte Grube gefahren war, verlangte er Schadenersatz vom Betreiber. Das Gericht wies die Klage ab, berichtet der ADAC.

Der Radfahrer habe erkennen können, dass es sich um eine Baustelle handelte, und hätte die Absperrschranken umfahren müssen, so die Richter. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse hätte der Kläger notfalls schieben müssen. Ihn treffe somit ein großes Mitverschulden an dem Unfall. Außerdem war der Bauunternehmer nach Ansicht des Gerichts nicht in der Pflicht, die Grube gesondert abzusperren, da die Straße bereits für den Verkehr gesperrt war.

(dpa)