Lübeck: Nutzungsausfall auch fürs Fahrrad

Lübeck: Nutzungsausfall auch fürs Fahrrad

Wird ein Fahrrad bei einen Verkehrsunfall beschädigt und muss repariert werden, kann der Besitzer wie bei einem Pkw Nutzungsausfall verlangen.

Das entschied das Landgericht Lübeck. In dem Fall hatte ein Mann auf sein Fahrrad (Neupreis 4000 Euro) reparaturbedingt 35 Tage verzichten müssen. Er verlangte für den Nutzungsausfall rund 1000 Euro.

Das Amtsgericht wies die Klage des Radlers ab. Beim Landgericht hatte er teilweise Erfolg: Die Richter bejahten einen Anspruch auf Nutzungsausfall in Höhe von 195,90 Euro. Es dürfe nicht unterschiedlich bewertet werden, ob der Geschädigte mit dem Auto oder dem Fahrrad zur Arbeit fahre.

Zwar besitze der Kläger noch zwei weitere Rennräder, diese seien jedoch nicht verkehrstauglich. Eine vorübergehende Umrüstung sei ihm nicht zuzumuten. Um die Höhe der Ausfallentschädigung zu berechnen, müsse man sich an den üblichen Mietkosten für ein entsprechendes Fahrrad orientieren. (Aktenzeichen: Landgericht Lübeck 1 S 16/11)

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