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Düsseldorf: Mütter mit Teilzeitstelle erfüllen ihre Unterhaltspflicht

Düsseldorf : Mütter mit Teilzeitstelle erfüllen ihre Unterhaltspflicht

Mütter müssen nicht in Vollzeit arbeiten, selbst wenn ihr kleines Kind betreut wird. Mit einer Teilzeitstelle kommen sie ihrer Pflicht ausreichend nach, für ihren Unterhalt zu sorgen. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden (Az.: II 1 UF 180/13), wie die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins mitteilt.

In dem verhandelten Fall sind die Eltern eines fünfjährigen Kindes geschieden. Die Mutter beschäftigt ein Kindermädchen und hatte zunächst in Vollzeit gearbeitet. Dann reduzierte sie ihre Arbeit auf 25 Wochenstunden. Für die Einkommensdifferenz zwischen der Teilzeit- und der Vollzeittätigkeit verlangte sie Unterhalt.

Das Gericht gab ihr Recht. Die Mutter eines kleinen Kindes müsse nicht in Vollzeit arbeiten - auch dann nicht, wenn das Kind in dieser Zeit betreut werde. Mit 25 Stunden pro Woche erfülle sie die sogenannte Erwerbsobliegenheit. Es müsse berücksichtigt werden, dass die Mutter morgens und abends das Kind betreue. Ihr müssten daher während der Betreuung durch das Kindermädchen Spielräume bleiben, etwa für Hausarbeiten, Behördengänge oder Arztbesuche. Daher habe sie einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt in Höhe der Differenz zu einem Vollzeiteinkommen.

(dpa)