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Berlin: Laminatfußboden erhöht Wohnwert nicht automatisch

Berlin : Laminatfußboden erhöht Wohnwert nicht automatisch

Ein Laminatfußboden erhöht den Wohnwert einer Wohnung nicht automatisch. Denn ein preiswerter Laminatfußboden hat nicht zwangläufig dieselben Eigenschaften wie ein Parkettfußboden, befand das Amtsgericht Charlottenburg (Az.: 231 C 494/11), wie die Zeitschrift „Das Grundeigentum” des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet.

Daher sei er in einem solchen Fall auch kein Grund für eine Mieterhöhung.

In dem verhandelten Fall wollte ein Vermieter die Miete erhöhen. Zur Begründung verwies er unter anderem auf den in der Wohnung verlegten Laminatfußboden. Da der Mieter die höhere Miete nicht zahlen wollte, zog der Vermieter vor Gericht.

Ohne Erfolg: Der verlegte Laminatfußboden stamme mit einem Materialpreis von 15 Euro pro Quadratmeter nicht aus dem obersten Preissegment. Die durchschnittlichen Preise für Parkettfußboden lägen bei dem Doppelten. Unter anderem deshalb könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Eigenschaften des verlegten Laminats denen von Parkett gleichkommen.