Frankfurt/Main: Krankheitsgeschichte in Versicherungsantrag immer offenbaren

Frankfurt/Main: Krankheitsgeschichte in Versicherungsantrag immer offenbaren

Wer eine Personenversicherung wie eine Krankenversicherung abschließen will, muss bei der Frage nach psychischen Krankheiten oder Beschwerden sowohl Schlafstörungen als auch depressive Verstimmungen angeben.

Auch hinsichtlich der Verschreibung oder Einnahme von entsprechenden Psychopharmaka und Schlafmitteln besteht Mitteilungspflicht. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Aktenzeichen: 3 U 86/11).

Als Ausrede reicht es in einem solchen Fall nicht, wenn der Versicherte erklärt, er habe an die Beschwerden nicht gedacht und nicht die Absicht gehabt, etwas zu verbergen. Das Gericht mochte dem schon deswegen keinen Glauben schenken, weil die Probleme kaum ein halbes Jahr vor Antragstellung aufgetreten waren.

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