Hamm: Kofferausladen: Verletzung kein Fall für die Unfallversicherung

Hamm: Kofferausladen: Verletzung kein Fall für die Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung zahlt nicht für Schäden, die sich ein Taxifahrer beim Ausladen des Gepäcks seiner Fahrgäste zuzieht. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm.

In dem Fall hatte der Mann sich beim Herausheben des Gepäckstücks aus dem Kofferraum so verhoben, dass eine Sehne riss. Trotzdem konnte das Gericht darin keinen Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen erkennen.

Zum einen ist das Ausladen des Koffers kein „plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis”, was Voraussetzung für einen Unfall wäre. Auch der „erweiterte Unfallbegriff” kommt nicht zum Tragen, weil das Ausladen keine „erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen und Wirbelsäule” darstellt. Damit musste die Unfallversicherung in diesem Fall nicht zahlen. (Aktenzeichen: OLG Hamm I-20 U 151/10)

Mehr von Aachener Nachrichten