Berlin: Kfz-Mechaniker kann auf Verwaltungstätigkeit verwiesen werden

Berlin: Kfz-Mechaniker kann auf Verwaltungstätigkeit verwiesen werden

Ein berufsunfähiger Kfz-Mechaniker kann ohne weiteres auf eine Tätigkeit als Verwaltungsfachangestellter im Vollstreckungsdienst eines Landkreises verwiesen werden.

Das entschied das Landgericht Berlin (Aktenzeichen: 7 O 425/11). Dem steht nicht entgegen, dass der Mann als gelernter Kfz-Mechaniker theoretisch die Möglichkeit gehabt hätte, Kfz-Meister zu werden.

Im Verwaltungsdienst könne der Mann theoretisch auch eine Ausbildung zum Gerichtsvollzieher absolvieren und auf diese Weise eine berufliche Qualifikation erlangen, hieß es zu Begründung.

Aus versicherungsrechtlicher Sicht bedeutet das: Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Verbraucher darauf achten, dass eine abstrakte Verweisung ausgeschlossen ist. Denn diese verhindert in aller Regel, dass eine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt werden muss. Bei einer konkreten Verweisung hingegen hätte der Betroffene den Verweisungsberuf zuvor schon ausüben müssen, damit die Versicherung die Rentenzahlung hätte verweigern können.

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