München: Keine Steuern auf Firmenwagen bei Verbot privater Nutzung

München: Keine Steuern auf Firmenwagen bei Verbot privater Nutzung

Ist die private Nutzung eines Firmenwagens im Arbeitsvertrag ausdrücklich verboten, muss der Fahrer die Nutzung des Autos auch nicht versteuern. Das entschied der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen: VI R 56/10).

Die Richter stellten zudem klar, dass selbst dann keine Steuern fällig werden, wenn der Firmenwagen bei einem entsprechenden Verbot nicht auf dem Betriebsgelände stehen bleiben muss, um eine private Nutzung wirklich auszuschließen. Es sei auch nicht erforderlich, dass nach Dienstende der Schlüssel abgegeben werden muss.

Es darf nämlich nicht unterstellt werden, dass ein Verbot der privaten Nutzung einfach ignoriert wird. Dem Finanzamt steht es allerdings offen nachzuforschen, ob das Verbot nur zum Schein ausgesprochen wurde. Normalerweise muss ein Firmenwagen mit einem Prozent des Listenpreises versteuert werden, um die private Nutzung abzugelten. Das gilt selbst dann, wenn der Firmenwagen tatsächlich gar nicht privat genutzt wird, etwa weil ein zusätzlicher Privatwagen zur Verfügung steht.

Mehr von Aachener Nachrichten