Erfurt: Keine betriebsbedingte Kündigung wegen Kurzarbeit

Erfurt: Keine betriebsbedingte Kündigung wegen Kurzarbeit

Ein vorübergehender Auftragsrückgang rechtfertigt keine betriebsbedingte Kündigung. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts hervor, auf die der Frankfurter Bund-Verlag hinweist.

Dem Kläger war wegen Auftragsrückgangs gekündigt worden, während Kollegen in seinem Betrieb Kurzarbeit leisteten. Vor Gericht argumentierte der Arbeitnehmer, dass die Produktion nur vorübergehend gesunken und die Kündigung daher rechtswidrig sei.

Vor dem Bundesarbeitsgericht war die Klage ebenso wie in den Vorinstanzen erfolgreich. Statt dem Kläger zu kündigen, hätte der Arbeitgeber die Möglichkeiten zur Arbeitszeitreduzierung in vollem Umfang ausschöpfen müssen.

Dies gebiete der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Auch habe der Arbeitgeber nicht näher dargelegt, warum auf Dauer mit reduziertem Arbeitsvolumen und Beschäftigungsbedarf zu rechnen sei. (Aktenzeichen: Bundesarbeitsgericht 2 AZR 548/10)

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