Dortmund: Kasse zahlt Magen-OP nur nach umfassender Therapie

Dortmund: Kasse zahlt Magen-OP nur nach umfassender Therapie

Bevor eine Krankenkasse eine Operation zur Magenverkleinerung bezahlt, muss der Versicherte andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben.

Das geht aus einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hervor (Az.: S 40 KR 313/07). Den Richtern zufolge müssen dies ärztlich begleitete Konzepte sein, die sowohl ernährungs- als auch bewegungs- und verhaltenstherapeutische Elemente umfassen, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins.

Im verhandelten Fall hatte eine 49-jährige Übergewichtige mit Begleiterkrankungen wie Diabetes und Gelenkbeschwerden gegen ihre Kasse geklagt. Sie wollte die Kosten für den operativen Einsatz eines Magenbandes erstattet haben.

Die Richter wiesen die Klage ab. Sie waren der Ansicht, dass die alleinigen Abnehmversuche der Patientin für eine Kostenübernahme nicht ausreichten. Die Frau habe bisher nicht eine sogenannte multimodale Adipositastherapie im Sinne der Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft absolviert. Diese sehen einen umfassenden Ansatz zur Vorbeugung und Behandlung von krankhaftem Übergewicht vor.

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