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Darmstadt: Jugendhilfeträger muss Zuzahlungen an Tagesmutter erstatten

Darmstadt : Jugendhilfeträger muss Zuzahlungen an Tagesmutter erstatten

Ein Jugendhilfeträger muss private Zuzahlungen der Eltern zur Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter erstatten. Die Voraussetzung: Der Träger kann keine andere Tagesbetreuung benennen, die keinen zusätzlichen Beitrag erhebt. Das entschied das Verwaltungsgericht Darmstadt (Az.: 5 K 404/14.DA.), wie die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

In dem verhandelten Fall waren die Eltern von den Kosten für die Kinderbetreuung befreit. Die Tagesmutter war ihnen von der Jugendhilfe benannt worden. Allerdings verlangte sie von den Eltern einen Zusatzbeitrag von einem Euro pro Betreuungsstunde. Dieses Geld wollten die Eltern von der Jugendhilfe zurückbekommen.

Vor Gericht konnten sie sich schließlich auch durchsetzen: Die privat gezahlten Beiträge müssten erstattet werden, befand das Gericht. Der Träger der Jugendhilfe müsse einen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen. In diesem Fall hätten die Eltern Anspruch darauf, dass die Tagesmutter keine zusätzlichen Beiträge erhebt. Könne die Jugendhilfe keine andere Tagesmutter benennen, müssten die Kosten erstattet werden.

(dpa)