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München: Gewinn einer ehemals erfolglosen Firma kann zur Steuerfalle werden

München : Gewinn einer ehemals erfolglosen Firma kann zur Steuerfalle werden

Wer sein Unternehmen so erfolglos führt, dass er keine Gewinne erzielt, bekommt irgendwann Post vom Finanzamt.

Das Unternehmen wird dann als Liebhaberei eingestuft, die Verluste können nicht länger steuerlich geltend gemacht werden. Diese Einschätzung kann sich aber wieder ändern, wenn das Unternehmen doch noch profitabel wird, wie ein Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt.

In dem Fall hatte das Unternehmen über 20 Jahre hohe Verluste eingefahren, danach aber Gewinne erzielt. In dem Moment sei eine Gewinnerzielungsabsicht entstanden, so dass die Gewinne auch zu versteuern sind. Ein ehemals erfolgloser Betrieb müsse nicht auf Dauer als Liebhaberei betrachtet werden, wenn er plötzlich wieder Gewinne macht, entschieden die Bundesrichter. Für den Unternehmer ist das doppelt ärgerlich, weil seine früheren Verluste steuerlich unbeachtlich sind, er die aktuellen Gewinne aber versteuern muss.
(Aktenzeichen: Bundesfinanzhof IV B 155/11)