Neustadt/Weinstraße: Gartenneugestaltung steuerlich nicht abschließend geklärt

Neustadt/Weinstraße: Gartenneugestaltung steuerlich nicht abschließend geklärt

Wer von einem Handwerksbetrieb eine Gartengestaltung erstmalig ausführen lässt, kann die Kosten dafür weder als haushaltsnahe Dienstleistung noch als Handwerkerleistung steuerlich geltend machen.

Das hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden. Denn zum einen ist die Neuanlage eines Gartens keine haushaltsnahe Dienstleistung, sondern könnte allenfalls als Handwerkerleistung steuerlich absetzbar sein. Das scheitert aber daran, dass die Neuanlage eines Gartens etwas Neues schafft und damit steuerrechtlich gesehen keine begünstigte Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ist.

Der Bundesfinanzhof wird sich jetzt in der Revision mit der Frage befassen müssen, ob die erstmalige Erstellung einer kompletten Außenanlage als eigene „Neubaumaßnahme” einzustufen ist, wenn die Eigentümer in dem dazugehörigen Haus bereits seit einigen Jahren wohnen. Betroffene Steuerzahler sollten das Verfahren vor dem Bundesfinanzhof zum Anlass nehmen, gegen ihren Steuerbescheid Einspruch einzulegen und ein Ruhen des Verfahrens zu beantragen.

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